Provisorium wird teurer

7,1 Millionen Euro Mehrkosten für die KGS Niederrad

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Der provisorische Standort für die Kooperative Gesamtschule (KGS) Niederrad in der Mainfeld-Siedlung wird teurer als gedacht. 7,1 Millionen Euro Mehrkosten fallen an. Das Geld wird aus dem Budget für die Sanierung und Erweiterung der Holzhausenschule im Westend genommen.

Ursprünglich sollte das Provisorium für die Kooperative Gesamtschule (KGS) Niederrad in der Mainfeld-Siedlung rund 22,4 Millionen Euro kosten. Doch bei dieser Summe wird es nicht bleiben. Wie der Magistrat den Stadtverordneten nun mitteilte, wird das Provisorium teurer als bisher gedacht. Rund 7,1 Millionen Euro mehr sollen nun anfallen. Das Stadtparlament soll die zusätzlichen Mittel nun bewilligen.

„Trotz intensiver Bemühungen, Einsparpotenziale im laufenden Verfahren zu identifizieren, kann das Budget – aufgestellt auf Basis einer Kostenschätzung – nicht eingehalten werden“, heißt es in der Magistratsvorlage. Die Mehrkosten würden sich aus den gestiegenen Honoraren für Bauunternehmen und die gestiegenen Baupreise ergeben. Zudem hätte zum Zeitpunkt der Zusammenstellung der Kosten für die Bau- und Finanzierungsvorlage noch nicht festgestanden, wie viele Parkplätze aufgrund des Provisoriums entlang der Straßen in der Mainfeld-Siedlung wegfallen werden. „Die nun fällige Stellplatzablöse für 20 Pkw-Stellplätze zu je 10 000 Euro führen zu gesamt 200 000 Euro, welche vom Projektbudget nicht gedeckt sind“, heißt es in der Vorlage.

Um die Kosten aber nicht noch mehr in die Höhe schnellen zu lassen, werden Maßnahmen aufgeführt, welche die Summe in Schach halten sollen. So bekommt das Provisorium Kunststoff- statt Holzfenster, das Dach wird nicht begrünt sondern mit Kies bedeckt. Zudem werden die Fensterflächen, die Spiegel im Sanitärbereich sowie die Ausstattung in der Küche reduziert. Auf eine faltbare Trennwand zwischen Mensa und Aufenthaltsraum wird verzichtet.

Die KGS Niederrad wurde im Sommer 2017 neu eröffnet. Bisher ist die Gesamtschule in einem Gebäude in der Goldsteinstraße untergebracht. Doch dort gibt es nun keinen Platz mehr für noch mehr Schüler. Deshalb werden die siebten bis zehnten Klassen ab kommenden Sommer in dem Provisorium unterrichtet, bis ein Neubau fertig ist.

Die 7,1 Millionen Euro, die das Provisorium nun mehr kosten soll, werden aus dem Budget für die Sanierung und Erweiterung der Holzhausenschule im Westend genommen. Doch was bedeutet das für die Grundschule? „Nichts“, sagt Rüdiger Niemann, Sprecher von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). „Es handelt sich um ein generalisiertes und übliches Verfahren, wenn sich bei einem aktuellen Bauvorhaben Mehrkosten ergeben.“ Belastet würden in der Regel geplante Projekte, die im Haushalt stehen und im aktuellen Kalenderjahr nicht benötigt werden.

(jlo)

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