38 Millionen Euro für sechs Schulen

Der Magistrat segnete gestern die Planung für Neubau und Sanierung von insgesamt sechs Schulen ab und gab 38 Millionen Euro dafür frei.

In der vergangenen Woche wurde im Römer der Schulentwicklungsplan beschlossen, gestern nun ebnete der Magistrat den Weg, damit erste Vorhaben daraus beginnen können. Er genehmigte Bauarbeiten im Wert von 38 Millionen Euro. Sechs Schulen sollen davon profitieren.

3,2 Millionen sind demnach für die Planung des „Bildungs- campus Gallus“ vorgesehen. Er soll an der Krifteler Straße entstehen. Das Schuldezernat stellt sich einen Neubau vor, in dem die sechszügige gymnasialen Oberstufe, die bislang auf dem Riedberg residiert, sowie zwei Kitas und ein Jugendtreff untergebracht werden können. Mitgeplant wird die Sanierung der benachbarten Paul-Hindemith-Schule. Insgesamt wird der Gallus-Campus um die 50 Millionen Euro kosten.

11,1 Millionen Euro sollen für den Kauf von Grundstücken und die Planung für insgesamt vier Grundschulen fließen. In der Bürostadt in Niederrad und auf dem Tevesgelände im Gallus sollen neue Gebäude entstehen. In Bockenheim ist das leer werdende Gebäude des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung an der Schloßstraße als Standort für eine neue Grundschule vorgesehen und muss dafür hergerichtet werden. In Unterliederbach soll eine neue Grundschule im Gebäude der Karl-Oppermann-Schule gegründet werden. Auch dort müssen zuerst die Bauarbeiter ran.

Den größten Anteil des Millionenpakets wird die Sanierung der Klingerschule verschlingen. Die ist längst beschlossene Sache, in den Sommerferien wird die Schule aus dem Gründerzeitgebäude vorübergehend ausziehen und die Handwerker legen los.

„Diese wichtige Entscheidung widerlegt die Darstellung einiger Kritiker, die behauptet haben, die Finanzierung des neuen Schulentwicklungsplans sei nicht gesichert. Das Gegenteil ist wahr: Wir haben hier die notwendigen Schritte bereits frühzeitig getan“, kommentierte Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) den gestrigen Beschluss. Die 38 Millionen sind im Haushalt entweder im Bauetat für den Schulsektor eingetragen oder wurden im Zuge des „Aktionsplans“ über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt. Gleichzeitig zu den sechs Vorhaben laufe die Vorbereitung für drei Schulen – Gymnasium Nied, Westhausen und Grundschule Europaviertel –, deren erste Räume 2016 im Eilverfahren in Holzbauweise errichtet werden sollen. Sieben Ämter arbeiteten dafür zusammen. ing

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