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3 Millionen Euro-Werbekampagne: Stadt kämpft gegen Dreck

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Frankfurt soll noch sauberer werden, dazu startet die Stadt eine neue Kampagne. Und sie lässt unter anderem 1000 zusätzliche Mülleimer aufstellen.

In Umfragen zeigt sich immer wieder, dass mangelnde Sauberkeit die Frankfurter am meisten an ihrer Heimatstadt stört. Damit sich das ändert, hat die Stadt Frankfurt gestern eine Kampagne mit dem Motto „#cleanffm“ gestartet. Drei Millionen Euro werden dafür investiert, unter anderem sollen 1000 zusätzliche Mülleimer aufgestellt werden.

„Wir rechnen damit, dass die Frankfurter dieses Angebot auch nutzen werden“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Vorstellung über die 1000 zusätzlichen Mülleimer. „Sauberkeit ist nicht nur eine Frage der Logistik, sondern des Lebensgefühls“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Wir gehen deshalb neu auf die Frankfurter zu.“

Studie als Grundlage

Mit dem Sonderprogramm wird der Wunsch der Fraktionen erfüllt, Konsequenzen aus der sogenannten Littering-Studie zu ziehen: Ein Forscherteam hatte 300 Personen in Berlin und Frankfurt zu ihrem Wegwerfverhalten befragt und beobachtet. Die Studie empfiehlt, Abfalleimer besser ins Blickfeld zu rücken, öfter zu leeren und jüngere Zielgruppen mit pfiffigen Kampagnen anzusprechen. Genau diesem Lebensgefühl jüngerer Menschen wird „#cleanffm“ mit vielfältigen Kommunikationsmaßnahmen und Aktionen Rechnung tragen.

„Frankfurt ist insgesamt eine saubere Stadt“, sagte Heilig. „Doch wir haben immer mehr Einwohner und Touristen, die Menschen verbringen mehr Zeit im Freien, sie essen und trinken immer öfter „to go“ und es gibt immer mehr Verpackungsmüll.“ Deshalb müsse man über Müll reden.

Mit Hilfe des Programms soll auch die Frage beantwortet werden, was mehr und größere Abfallbehälter leisten. So werben leuchtend grüne Abfalleimer für die Kampagne. Besonders im Blick sind dabei Hauptwache, Konstablerwache, Berger Straße, Leipziger Straße und Königsteiner Straße sowie Alt-Sachsenhausen, das Bahnhofsviertel und das Allerheiligenviertel. Hier hatten sich in den vergangenen Jahren die Beschwerden gehäuft.

Am Mainufer und am Hafenpark wird es Großbehälter und, wenn nötig, auch Container mit 1,1 Kubikmeter Fassungsvermögen geben. Und 500 zusätzliche Mülleimer sind in Grünanlagen und Parks geplant.

Zwischen Hafenpark und Friedensbrücke soll künftig in der Hauptsaison auch sonntags gereinigt werden. Zudem werben Sauberkeitsbotschafter in direktem Gespräch mit der Bevölkerung für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem öffentlichen Raum. Ebenso sprechen Parkwächter auf dem Lohrberg, im Ostpark, im Günthersburgpark und am Mainufer Müllsünder an.

Toiletten-Container

Sieben Reinigungsgänge wird es künftig auch auf dem Lohrberg geben; im Ostpark, Grüneburgpark und Günthersburgpark wird die Frequenz auf sechs Tage pro Woche verdoppelt. Im Höchster Stadtpark, im Rebstockpark, im Nordpark Bonames und in der Hadrianstraße in Heddernheim soll es Toiletten-Container geben.

Ein Schwerpunkt des Programms sind die Grillplätze: Dort werden feste Müllsammelplätze mit Großcontainern eingerichtet. Die FES kann über zudem neue Reinigungsteams für ausgewählte Plätze und Straßen einstellen.

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