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18.10.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Wohnhäuser werden zu Füßen des Hochhauses am Hainer Weg im Stadtteil Sachsenhausen auf dem Areal der früheren Henninger Brauerei gebaut. Teurer Grund und Boden macht das Bauen in Rhein-Main zunehmend unerschwinglich. Auch Mieten sind kaum bezahlbar. Frankfurt will jetzt eine sozialere Bodennutzung umsetzen. (zu dpa ""Mietenwahnsinn": Frankfurt will Bauherren zur Kasse bitten" vom 19.10.2018) Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mehrere Demos in Frankfurt

Mindestens 5000 Menschen zu "Mietenwahnsinn"-Demo erwartet

Tausende Menschen wollen an diesem Samstag in Frankfurt gegen steigende Mieten demonstrieren. Das Ordnungsamt der Stadt rechnet mit „5000 plus x” Teilnehmern.

Tausende Menschen wollen an diesem Samstag in Frankfurt gegen steigende Mieten demonstrieren. Das Ordnungsamt der Stadt rechnet mit "5000 plus x" Teilnehmern. . Insgesamt dauern die Kundgebungen von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr.

Zu der größten Demo am Samstag hat das Bündnis "Mietenwahnsinn Hessen" aufgerufen, ein Zusammenschluss von mehr als 30 Einzelinitiativen, darunter der Paritätische Wohlfahrtsverband. "Die Mieten explodieren, die Zahl der Sozialwohnungen sinkt und die Obdachlosigkeit wächst. Für immer mehr Menschen ist es unerschwinglich, in hessischen Städten zur Miete zu wohnen", beklagen die Organisatoren. "Verdrängung und horrenden Mietentwicklung gefährden den sozialen Zusammenhalt."

Die Kundgebung beginnt am Vormittag mit Einzelkundgebungen in den Stadtteilen Rödelheim, Bockenheim und Nordend. Danach ist ein Sternmarsch Richtung Innenstadt angekündigt. Um 13.00 Uhr soll die Hauptkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden. Dazu hat sich auch Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel angekündigt. Die Abschlusskundgebung ist nach 16.00 Uhr auf dem Roßmarkt geplant.

Mieten sind nicht das einzige Thema am Samstag: Ab 13.00 Uhr ist auf dem Opernplatz eine kleine Mahnwache zum Thema "Protest gegen Rechtspopulismus und Verharmlosung der Naziverbrechen" angemeldet. Um 14.00 Uhr demonstrieren "Patrioten für Deutschland" ebendort "gegen die Islamisierung des Abendlandes"; angemeldet sind laut Ordnungsamt 250 Personen. In Sachsenhausen gibt es ab 13.30 Uhr einen "Walk for Freedom" gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution, zu der 100 Menschen erwartet werden.

(dpa)

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