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Hat eine Messerfabrik gekauft und produziert jetzt die eigenen Klingen: der Frankfurter Starkoch und Tausendsassa Mirko Reeh

Stadtgeflüster

Mirko Reeh macht jetzt in Messern

Neues Jahr, neues Glück, heißt es. Und bei Fernsehkoch Mirko Reeh. Seit Anfang des Jahres ist er stolzer Besitzer von „Chroma Messer“ mit Sitz in Wildau.

Neues Jahr, neues Glück, heißt es. Und bei Fernsehkoch Mirko Reeh trifft es auch zu. Aber nicht, weil er die Liebe seines Lebens gefunden hat. „Ich bin immer noch allein, mich will keiner“, klagt Reeh im Scherz. Kein Wunder, bei dem Pensum, das täglich auf ihn wartet. Und nun kam eine neue, anspruchsvolle und zeitaufwendige Aufgabe hinzu. Denn der 42-Jährige ist jetzt Fabrik- und Firmenbesitzer. Unternehmer war er schon vorher. Jetzt hat er aber auch eine Firma gekauft.

Seit Anfang des Jahres ist er stolzer Besitzer von „Chroma Messer“ mit Sitz in Wildau, einer Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. „Nach 22 Jahren im Kochentertainment macht mir das zwar immer noch Spaß, aber ich brauchte mal wieder etwas Neues für den Kopf“, sagt Mirko Reeh. Das ist viel Verantwortung, die er da auf sich genommen hat. Immerin hat Chroma 40 Mitarbeiter und verkauft seine Waren auch in Österreich. Zwei Tage pro Woche ist er in Wildau vor Ort. Schaut nach dem Rechten und gibt kreative Impulse. „Ich habe jetzt sogar einen festen Sitz bei der Lufthansa“, so Vielflieger Reeh, der sagt: „Ich wollte eine neue Herausforderung“. Die hat er jetzt.

Doch das bedeutet nicht, dass er sich andernorts zurücknimmt. Das genaue Gegenteil scheint der Fall zu sein. „In den vergangenen Wochen war ich so kreativ wie noch nie auf einmal.“ So hat er eine neue Sendung à la „Der Preis ist heiß“ aus dem Boden gestampft. Sie hört auf den Titel „Ratemahl“, dauert 40 Minuten und zusammen mit dem Publikum, den Kandidaten und dem Moderator Tim Killer, bekannt von Radio FFH, entstehen dabei „lustige Dinge“. Geplant sind vier Folgen in diesem Jahr und acht im kommenden.

Die andere Sendung, die Reeh schon seit einigen Jahren aufnimmt, führt er fort. „Reehderei“ heißt sie und er und seine Co-Moderatorin Olga Orange haben immer einen Prominenten zu Gast. „Wir sind mit dieser Sendung so erfolgreich, das hätte ich, als es losging, gar nicht erwartet“, so Reeh, der aber etwas anderes erwartet: Seine Stargäste. Angekündigt zum Kochen haben sich Moderatorin Andrea Ballschuh, Comedian Bodo Bach , Deutschrocker Heinz Rudolf Kunze, Frau Wäber (also Moderator Hansy Vogt ), die aus der ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ bekannt ist, Schauspielerin Tina Ruland sowie Natascha Ochsenknecht . Als ob das alles noch nicht genug wäre, erscheinen in diesem Jahr noch drei neue Bücher. „In vier Wochen schon ,Philadelphia and the Country-Side’, eine kulinarische Reise“, erzählt Mirko Reeh, der im vergangenen Jahr wieder mal mit Kai Böcking , dem ehemaligen Moderator der kultigen Musiksendung „Formel eins“ unterwegs war. Auch in diesem Jahr geht es wieder mit ihm auf Reisen. „Ich weiß noch nicht genau, wohin, aber eins steht schon fest: sehr, sehr weit weg.“ Acht Folgen von „Weltenbummler“ sind geplant. Und Reeh ist weiterhin noch als „Koch undercover“ für einen Privatsender auf Achse. „Außerdem kommt ein neuer Band von ,Handkäs’ deluxe’“, zählt Reeh weiter auf, den nur eins betrübt: „Ich kann nur noch 80 Kochkurse in diesem Jahr geben.“ Bis zum vergangenen Jahr waren es 120. „Aber anders wäre das alles nicht zu schaffen“, so Reeh, der keine Angst hat, sich zu überarbeiten.

Ein anderes Leben als dieses könne und wolle er nicht. „Jeder Tag ist geil.“ Und jeder seiner Tage bräuchte 28 Stunden. Denn, wenn er gerade mal nicht arbeitet, dann ist er unterwegs und feiert.

Bei aller Euphorie gilt es daran zu erinnern, dass Reeh nicht immer solch goldene Zeiten erlebte. Er war auch schon ganz unten. Musste Insolvenz anmelden. Dazu sagt er: „Auf die Fresse zu bekommen, das ist das eine, aber aufzustehen, das Krönchen zu richten und weiterzumachen, das gehört dazu.“

(red)

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