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Mit aller Macht die Kultur erwacht

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Von: Detlef Kinsler

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Zwischen Folk und Blues: das Duo Romie aus Dreieich, bürgerlich Jule Heidmann und Paula Stenger FOTO: detlef kinsler
Zwischen Folk und Blues: das Duo Romie aus Dreieich, bürgerlich Jule Heidmann und Paula Stenger FOTO: detlef kinsler © detlef kinsler

Riedberg feiert zwei Tage lang Mini-Festival in der Schule

Für den 22. und 23. Juli ist "Kulturerwachen am Riedberg" angesagt. Das Motto darf man durchaus mit einem Augenzwinkern sehen. Denn viel Kulturangebot gibt es in dem großen Neubau-Quartier nach wie vor nicht. Seit 2008 veranstaltet die Josua Gemeinde aber zumindest die Reihe "Kultur in der Aula" und bringt vier bis fünfmal im Jahr Künstler auf die Bühne des Foyers der Riedbergschule.

Alle wollen mitmachen

Das ist das beständigste Kulturangebot vor Ort. Ansonsten gab es vor Corona ein großes jährliches Stadtteilfest der IG Riedberg, bei dem lokale Gruppen auftraten. Und es gibt einen Riedberg Chor, der in unregelmäßigen Abständen zu Konzertabenden einlädt. Das "Kulturerwachen am Riedberg" richtet sich nun an ein größeres Publikum. "Wir wollen jetzt auch Leute erreichen, die wir mit diesem Angebot bislang nicht erreicht haben", verrät Franz Biebl, der Vorsitzende des Stadtteilarbeitskreises Riedberg. "Deshalb haben wir uns zusammengetan in einer Arbeitsgemeinschaft von dreißig bis vierzig Organisationen, Vereinen, Kirchen, Schulen, Kindertagesstätten, Sportvereinen und Behinderteneinrichtungen, um auf einer breiten Basis neues Publikum anzusprechen." Dafür verlässt man die Räume, die man sonst bespielt und geht ins Freie. "Eine Open Air-Veranstaltung ist niedrigschwellig und wenn es keinen Eintritt kostet, dann kann man einfach mal so nur vorbeischauen und bleiben, wenn es einem gefällt", hofft Biebl, dass sich das Außengelände der Riedbergschule Freitag wie Samstag, jeweils ab 18 Uhr, mit vielen Musikfreunden füllen wird.

"Der Innenhof eignet sich ganz besonders, weil er aufsteigende Treppen hat, die wie in einem Amphitheater genutzt werden können", schwärmt Biebl. "Einerseits ist das Gelände offen und über den Bonifatiuspark zu begehen, andererseits ist der geräumige Innenhof von drei Seiten durch Schulgebäude und Kindertagesstätte geschützt. Das gibt eine gute Atmosphäre." Ermöglich wurde das zweitägige Fest übrigens durch Fördermittel der Crespo Foundation im Rahmen der Initiative "Kulturerwachen Frankfurt Sommer '22".

Programm ist breitgefächert

"Mit den Fördermitteln sollten zum einen Veranstalter, zumal kleine so wie wir unterstützt werden, zum anderen Frankfurter Künstlern nach über zwei Jahren Pandemie die Möglichkeit zu einem Auftritt gegeben werden", erklärt Biebl. Das Programm wurde dann bewusst breit angelegt, um möglichst viele Menschen mit dem Angebot zu erreichen. "Einzelne Gruppen sind in den vergangenen Jahren schon bei ,Kultur in der Aula' aufgetreten, etwa das weltmusikalisch orientierte Trio Blue Mango und die Akustik-Rock-Band Everyfriday oder waren bereits für einen Auftritt terminiert, der dann wegen der Corona-Bedingungen ausfallen musste wie das The J Sound Project des Trompeters Jason Schneider", verrät Biebl. "Das Folk Duo Romie habe ich beim ,Guerilla Stoffels 2021' kennengelernt und die beiden Damen sehr gerne für unser Open Air eingeladen." An beiden Tagen gibt es zudem ab 15 Uhr unter dem Motto "Kinderspaß!" Ferris Kindertheater und Mitmachlieder bzw. der Theater Grüne Soße mit seinem Programm "Kleiner Klaus, großer Klaus". "Wir wollen auch junge Familien und deren Kinder ansprechen, die unter der Pandemie genauso oder noch mehr gelitten haben als die Erwachsenen." detlef kinsler

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