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Giftköder: „Tief empfundenes Mitgefühl“ nach Tod von zwölf Hunden

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Von: Brigitte Degelmann

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Trauer nach dem Tod von zwölf Hunden durch Giftköder. Michael Schick
Trauer nach dem Tod von zwölf Hunden durch Giftköder. Michael Schick © Michael Schick

In Frankfurt verurteilt der Riedberger Ortsbeirat Giftköder für Hunde und diskutiert über einen Zaun für die Auslauffläche.

Frankfurt - Dass Mitte September am Riedberg mehrere Hunde durch Giftköder getötet worden sind, hat auch die Mitglieder des Ortsbeirats 12 (Kalbach, Riedberg) schockiert. In seiner Sitzung am Freitagabend verurteilte das Gremium den Anschlag im Bonifatiuspark einhellig. Das sei eine Straftat, die „nicht zu rechtfertigen“ sei: „Der Täter oder die Täterin hat sogar billigend in Kauf genommen, dass die Köder von Kindern gefunden und in den Mund hätten gesteckt werden können.“ Der Ortsbeirat drücke den betroffenen Hundehalter:innen „sein tief empfundenes Mitgefühl aus“.

Nach Angaben der Tierschutzorganisation Peta wurden durch die Giftköder, die im Bonifatiuspark am Riedberg ausgelegt waren, zwölf Hunde getötet. Weitere 20 Vierbeiner seien ebenfalls vergiftet worden, hätten aber gerettet werden können. Für Hinweise auf den oder die Täter sind inzwischen mehrere Tausend Euro als Belohnung ausgelobt.

Giftköder in Frankfurt: Auslauffläche für Hunde im Park

Möglicherweise, so hieß es am Freitag im Ortsbeirat, stehe die Tat in Zusammenhang mit der Ausweisung der Hundeauslauffläche im Bonifatiuspark. Dazu lagen dem Gremium drei Anträge vor. SPD und Grüne schlugen eine Verlegung der Hundewiese an das nordöstliche Ende des Geländes vor, sodass sie an die U-Bahn-Gleise grenzen würde; außerdem regte die SPD eine Umzäunung des Areals an. Die CDU verwies hingegen auf die Gefahren, die von den Schienen ausgehen könnten, und plädierte dafür, die bestehende Auslauffläche mit einem Zaun zu versehen.

Letztlich einigten sich die Ortsbeiräte jedoch darauf, alle drei Anträge auf die nächste Sitzung zu verschieben – in der Hoffnung, dass sich die Gemüter in dem Stadtteil bis dahin etwas beruhigt haben. „Momentan sind alle noch zu aufgewühlt von dem Anschlag“, meinte Frank Weißke von der CDU-Fraktion. (Brigitte Degelmann)

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