+
Susanne Schmitt realisiert außergewöhnliche Hut-Kreationen, sogar als ?to-go? mit einen Griff. Der Hut kann damit wie eine Tasche getragen werden. Die Trägerin zieht damit auf jeden Fall alle Blicke auf sich.

?Stilblüten?-Pop-up

Modisches Brückenviertel präsentiert seine individuellen Ideen

Kreative und Modeliebhaber trafen sich auf dem „Stilblüten“-Pop-up in der Ausstellungshalle 1a in der Schulstraße. Das Festival für Mode und Design Frankfurt startete 2005 erstmals an diesem Ort und kehrte jetzt zu seinen Ursprüngen zurück. 20 Aussteller präsentierten im Sachsenhäuser Brückenviertel ihre individuellen Ideen. Wer in den kleinen Geschäften einkaufen gehen wollte, hatte hierzu am Samstag bis Mitternacht die Gelegenheit. Für die Erholung zwischendurch gab es beim „Markt im Hof“ viele kulinarische Leckereien. FNP-Reporterin Alexandra Flieth und Fotograf Holger Menzel haben sich dort umgesehen.

Kreative und Modeliebhaber trafen sich auf dem „Stilblüten“-Pop-up in der Ausstellungshalle 1a in der Schulstraße. Das Festival für Mode und Design Frankfurt startete 2005 erstmals an diesem Ort und kehrte jetzt zu seinen Ursprüngen zurück. 20 Aussteller präsentierten im Sachsenhäuser Brückenviertel ihre individuellen Ideen. Wer in den kleinen Geschäften einkaufen gehen wollte, hatte hierzu am Samstag bis Mitternacht die Gelegenheit. Für die Erholung zwischendurch gab es beim „Markt im Hof“ viele kulinarische Leckereien. FNP-Reporterin Alexandra Flieth und Fotograf Holger Menzel haben sich dort umgesehen.

Marion Pohl liebt Frankfurt. Ihre Begeisterung für die Mainmetropole setzt sie kreativ um, entwirft seit mehreren Jahren Accessoires für Liebhaber der Stadt wie Handy- oder Tablet-Taschen, Schlüsselanhänger, Mäppchen oder Kuschelkissen. „Ich arbeite mit Filz und mit einer Stickmaschine“, erklärt sie. Motive wie Skyline, Bembel oder der Struwwelpeter werden von ihr mit der Maschine auf den Filz gestickt. Ein Schaufenster der Mode-Boutique „Ookoko“ gestaltet Pohl regelmäßig mit ihren Accessoires. Zum Latenight-Shopping hat sie sich direkt daneben positioniert und erzählt interessierten Passanten von ihren Ideen. Sie sagt: „Ich finde es toll, dass so viele Menschen hierhergekommen sind und sich das Viertel anschauen.“

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Kerstin Hey schaut sich die vielen bunten Röcke und Kleider an, die auf einem Ständer vor dem Eingang des Modeboutique „Ookoko“ in der Brückenstraße 33 hängen. Die Geschäfte haben zu einem „Latenight-Shopping“ bis 24 Uhr eingeladen. Hey, die aus Sulzbach kommt, ist zum ersten Mal im Brückenviertel. Zusammen mit zwei Freundinnen ist sie hier unterwegs. Zwei Röcke hat sie sich vom Kleiderständer herausgenommen, hält sie sich an. „Die gefallen mir. Ich liebe Farben“, sagt Hey und fügt hinzu: „Hier im Viertel gibt es viele schöne Läden“.

Sie schnappt sich die beiden Röcke und geht zum Anprobieren in die Umkleidekabine. Kurze Zeit darauf hängt sie beide Kleidungsstücke wieder zurück auf den Ständer. „Die Röcke sehen schön aus, waren mir aber leider zu kurz“, sagt sie. Mit ihren Freundinnen macht sie sich auf den Weg zum „Markt im Hof“ in die Wallstraße 9 - 13. „Wir möchten uns die Band anhören, die dort spielt“, sagt das Trio.

Bianca Kunz und Johannes Schilling kennen das Brückenviertel. „Es ist eine sehr schöne Gegend, von der Atmosphäre hat es etwas von Urlaub“, sagt Kunz. Sie schaut sich im Geschäft „designe, kleine!“ von Susanne Stahl in der Wallstraße 26 um. Kunz und Schilling möchten weiter zum „Stilblüten“-Pop-up und finden es gut, dass sie den Besuch in den Geschäften mit der Veranstaltung verbinden können.

Zurück zu den Anfängen: Stella Friedrichs hat 2005 erstmals das „Stilblüten“-Festival für Mode und Design Frankfurt initiiert. Nicht irgendwo, sondern in der Ausstellungshalle 1a in der Schulstraße. Mit dem Pop-up, also im kleinen Format, kehrte die Veranstaltung nun wieder dorthin zurück.

Stella Friedrichs bringt Modemacher und Modeliebhaber zusammen, setzt auf den persönlichen Kontakt zwischen Designern und Herstellern. Das Konzept kommt gut an: Das Festival hat sich in den vergangenen Jahren an unterschiedlichen Orten zu einem festen Ereignis mit regelmäßig mehr als 90 Ausstellern und rund mehreren Tausend Besuchern in der Frankfurter Modeszene etabliert.

Größere Räume stehen Friedrichs und Mitorganisator Steffen Mai derzeit nicht zur Verfügung. „Wir sind auf der Suche. Es ist in Frankfurt schwierig, etwas zu finden“, sagt sie. „Bis dahin gibt es die Stilblüten als Pop-up, also im kleineren Format.“ Es gehe auch darum, weiterhin präsent zu sein.

Lisa Rüb macht Mode für Kinder „Made in Frankfurt“. Vor zwei Jahren ist sie von Berlin in die Mainmetropole umgezogen. 2012 begann sie Kleider und Accessoires für Kinder zu entwerfen und präsentierte sich und ihr Label „Lisqua“ nun erstmals auf dem „Stilblüten“-Pop-up. Sie ist neugierig darauf, wie das Publikum ihre Produkte annimmt. Eine bestimmte Erwartung hat sie jedoch nicht: „Ich hoffe, dass viele Familien mit Kindern den Weg hierher finden.“

Lisa Rüb präsentiert an ihrem kleinen Stand Kleider für Mädchen. Die Entwürfe sind sehr schön und schlicht. Sie lassen sich mit anderen Accessoires wie Tücher oder Schals gut kombinieren. Außerdem fertigt sie kuschelige Stofftiere und Schultüten. „Die Sachen sind aus biozertifizierten Stoffen hergestellt“, sagt sie. Und fügt dann noch hinzu: „Ich lasse meine Sachen in der Frankfurter Schneiderei ,Stitch by Stitch‘ nähen“.

Hüte werden derzeit von modebewussten Menschen wiederentdeckt. Eine, die viele Ideen zu diesem Accessoire hat, ist Susanne Schmitt. Die gelernte Modistin aus Darmstadt interpretiert Klassiker neu und verbindet in ihren Entwürfen Kreativität und Tragbarkeit.

Für ganz Mutige gibt es etwa den „Hut to-go“. Dieser lässt sich ganz einfach mit einem oder zwei Griffen tragen, die sie am Hut befestigt hat. Sie verwendet hierfür Griffe von alten Taschen. „Bei diesem Modell kommt man sofort mit Besuchern ins Gespräch“, sagt sie.

Schmitt macht seit langer Zeit wieder mit bei den „Stilblüten“: „Ich war zu Beginn schon mal dabei und mag es sehr, dass die Mode hier gelebt wird.“ Sie findet den direkten Kontakt zu den Besuchern wichtig. „Viele Kunden schätzen die traditionelle Beratung, möchten wissen, wo die Hüte herkommen und wer sie gemacht hat“, schildert sie. „Sie sind immer ganz erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass ich noch alles alleine mache – vom Entwurf bis zur Umsetzung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare