Florian Silbernagl lieferte sich gegen Stuttgart ein hochspannendes Fünf-Satz-Duell mit seinem Kontrahenten.
+
Florian Silbernagl lieferte sich gegen Stuttgart ein hochspannendes Fünf-Satz-Duell mit seinem Kontrahenten.

Squash

SC Monopol Frankfurt: Überraschung verpasst

  • VonMichael Löffler
    schließen

Die Ziele des SC Monopol Frankfurt sind inzwischen bescheidener geworden. Nachdem die Mannschaft in den letzten Jahren stets zu den Spitzenteams in Deutschland zählte, geht es in der neuen Südgruppe der Squash-Bundesliga nur noch um einen Mittelplatz.

„Wir wollen am Ende vor Maintal bleiben“, sagt Mannschaftskapitän Kai Wetzstein. Davon kann aktuell jedoch keine Rede sein: Der SC Yellow Dot holte am Wochenende fünf Punkte (siehe nebenstehenden Text) und setzte sich von den Frankfurtern ab. Der SC Monopol musste sich hingegen bei den Squash-Devils Gerlingen überraschend mit nur zwei Zählern begnügen, verpasste dann tags drauf denkbar knapp die Überraschung gegen die Sport-Insel Stuttgart.

Eigentlich wollten die Frankfurter diese beiden Vergleiche mit Greg Lobban als Spitzenspieler bestreiten. Der Schotte spielte aber ein Turnier in den USA und war nicht abkömmlich. Aber auch so waren drei Punkte fest eingeplant, vier erhofft. Dass es dann anders kam, lag jeweils an einem sportlichen Ausfall. In Gerlingen war der Sieg von Julian Wollny fest eingeplant. Doch dieser kam erst langsam in die Gänge, jagte dann einem Rückstand hinterher. Im entscheidenden Satz lag der Frankfurter gegen Andre Weingerl 0:5 zurück, konnte sich aber wieder herankämpfen. Nach 7:7 und 9:9 war bei den beiden letzten Ballwechseln die Konzentration plötzlich weg. Wollny verlor 9:11.

Das 1:1 besorgte Kai Wetzstein gegen Johannes Thürauf. Auch, wenn die Partie nur 3:2 ausging, hatte der Frankfurter nie den Eindruck gehabt, verlieren zu können. „Wir haben gefühlt schon tausendmal gegeneinander gespielt, ich habe immer gewonnen. Die zwei verlorenen Sätze verliefen für mich unglücklich, im vierten Durchgang vergab ich einen Matchball, im fünften habe ich meinen Gegner beherrscht“, schilderte der Monopol-Kapitän.

Florian Silbernagl war im Spitzenspiel gegen den schweizer Nationalspieler Robin Gadola chancenlos. Der junge Eidgenosse holte einfach jeden Ball. Egal, was der keineswegs schwache Frankfurter auch versuchte, der 22-Jährige hatte die bessere Antwort. Die zwei Punkte für das bessere Satzverhältnis bei einem Unentschieden sicherte Johannes Voit mit einer technisch starken Leistung.

Im Heimspiel gegen Stuttgart wäre im Normalfall nichts zu holen gewesen. Nachdem die Schwaben aber auch ohne ihre Ausländer antraten und Julian Wollny seinen jungen Widersacher mit einer konstanten Leistung in die Schranken gewiesen hatte, lag eine Überraschung in der Luft. Doch Wetzstein stand an diesem Tag völlig neben sich. „Da hat nichts funktioniert“, sagte er hinterher. Höhepunkt war dann das Spiel zwischen Silbernagl und Valentin Rapp, das die Zuschauer begeisterte. Fünf Sätze lang lieferten sich die beiden über gut eineinhalb Stunden Ballwechsel auf höchstem Niveau. Zum Schluss waren beide müde, dem Kampfgeist tat es keinen Abbruch. Dieses Spiel hätte keinen Verlierer verdient gehabt, die Regeln sehen ein Unentschieden aber nicht vor. Erst der fünfte Matchball brachte dann die Entscheidung mit 12:10 für den Stuttgarter.

Damit war die Niederlage besiegelt, denn Voit ging zwar im letzten Spiel gegen Patrick Gässler schnell mit 5:0 in Führung, verlor dann aber den Faden und war gegen den sehr beweglichen und schnell spielenden Gegner chancenlos.

Squash-Devils Gerlingen – SC Monopol Frankfurt 2:2 (Punkte 1:2). – Robin Gadola/Schweiz – Florian Silbernagl 16:14, 11:6, 11:8, Kevin Schwentner – Johannes Voit 3:11, 8:11, 6:11, Johannes Thürauf – Kai Wetzstein 7:11, 11:9, 8:11, 16:14, 4:11, Andre Weingerl – Julian Wollny 10:12, 11:8, 11:4, 7:11, 11:9.

SC Monopol Frankfurt – SI Stuttgart 1:3 (Punkte 0:3). – Silbernagl – Valentin Rapp 9:11, 11:4, 5:11, 13:11, 10:12, Voit – Patrick Gässler 8:11, 6:11, 3:11, Wetzstein – Ben Petzoldt 9:11, 2:11, 7:11, Wollny – Jan Siegle 15:13, 11:4, 11:6.

(löf )

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare