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Ein letztes Foto: Kurz bevor Mops Dolly (rechts) beim Gassigehen im Biegwald davonlief, kuschelte er noch mit dem Pflege-Chihuahua seiner Besitzerin.

Rätsel um entlaufenden Hund

Besitzerin verzweifelt: Mops Dolly beim Gassigehen verschwunden - wer kann Hinweise geben?

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Dolly ist weg. Am 11. Januar entwischte der Mops-Welpe seiner Besitzerin im Biegwald, die Suche verlief bislang erfolglos. Sollte den Hund niemand mitgenommen haben, sinken die Überlebenschancen für den Vierbeiner von Tag zu Tag.

Frankfurt-Rödelheim -  Was alles mit ihrer Dolly passiert sein könnte, das will sich Simone Hofmeister lieber nicht vorstellen. Schon der Gedanke daran, lässt die Stimme der Rödelheimerin zittern, sie muss die Tränen unterdrücken. Fast drei Wochen ist Dolly nun schon verschwunden, beim Gassigehen am 11. Januar im Biegwald entwischte der fünf Monate alte Mops seiner Besitzerin. Und das gerade einmal zwei Stunden, nachdem Hofmeister ihre Dolly bei ihrer Züchterin in der Nähe von Bonn abgeholt hatte. Es war also der erste gemeinsame Ausflug, der traurig endete.

„Ich weiß einfach nicht mehr weiter“, sagt Simone Hofmeister, die fast ganz Rödelheim mit Flyern beklebt und auch im Internet zur Suche nach ihrem Mops aufgerufen hat. Den Hund hatte sie sich sehnlichst gewünscht, Dolly war ihr erster Mops. Doch nun ist er fort.

Das Geschirr, das Simone Hofmeister Dolly zum Gassigehen anlegte, war etwas zu groß, so dass der kleine Hund dort hinaus schlüpfen konnte. Und weg war er. Zwar rief seine Besitzerin ihr noch hinterher, einige hundert Meter war der Mops da schon davongelaufen. Er drehte sich noch einmal um, rannte dann jedoch weiter. Hofmeister lief hinterher, auch ein vorbeikommender Fahrradfahrer unterstütze sie. „Das war aber kontraproduktiv. Dolly lief immer weiter“, berichtet Hofmeister, die im sozialen Netzwerk Facebook für diese Aktion schon Kritik einstecken musste. „Ich wusste es einfach nicht besser. Man denkt in solch einem Moment nicht nach, sondern handelt nur. Wahrscheinlich habe ich Dolly aber damit nur aufgescheucht“, sagt sie.

Besitzerin wartet auf Dolly im Auto

Der weiße Hund mit seinen kurzen Beinen lief weiter und weiter, bis über die Gleise hinweg. Doch dann sei eine S-Bahn gekommen, erzählt Hofmeister. Als der Zug vorbei war, war auch Dolly verschwunden. Und ihre Besitzerin mit ihren Kräften am Ende. „Ich habe die Nacht im Auto verbracht, an dem Ort, an dem ich mit Dolly losgelaufen bin. Weil ich gehofft habe, dass sie zurückkommt“, sagt sie. Doch Dolly kam nicht zurück. Auch nicht am nächsten Tag. Bis heute ist die Mops-Dame verschwunden. Besonders auffällig ist ihre Farbe, ganz cremeweiß sei für einen Mops eher untypisch. Auch hat Dolly nicht die charakteristische schwarze Mops-Schnauze.

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Suchhunde der Polizeistaffel Aschaffenburg und Hunde des K9-Suchhundezentrums wurden auf die Spur des Mopses gesetzt.  „Wir kamen erst etwas später mit zwei Hunden hinzu. Ihre Suche endete aber am identischen Punkt wie die der Polizeihunde“, sagt Alexandra Grunow, Geschäftsführerin des Suchhundezentrums. Dieser lag nahe des Blauen Stegs, am Rande der dort ansässigen Schrebergärten. Diese sind jedoch durch Zäune abgesperrt, Zäune, durch die ein Mops nicht passt.

Deswegen ist für Alexandra Grunow derzeit eine Möglichkeit, was mit dem Mops passiert ist, sehr wahrscheinlich. „Jemand hat den Mops mitgenommen. Das passiert immer wieder“, sagt sie. Natürlich könne man auch nicht ausschließen, dass Dolly in die Nidda gefallen sei oder sogar noch irgendwo herum strolche. Für letzteren Fall schätzt die Expertin die Überlebenschancen als „sehr gering“ ein. Ob Dolly mutwillig mitgenommen oder sie nur jemand retten wollte, dazu möchte sich Grunow nicht äußern.

Wurde Dolly gestohlen?

Da hilft allerdings eine kleine Recherche im Internet. Im Mai verschwand in Berlin Mops Amy, im Oktober wurde Mops-Dame Mia vor einem Supermarkt in Traunstein gestohlen und im November vergangenen Jahres wurden Bodo und Lepold entwendet. Dollys Besitzerin ist überzeugt davon, dass der Mops gestohlen wurde. „Und wenn nicht, dann bitte ich denjenigen doch ihn mir zurückzugeben. Ich vermisse Dolly so sehr“, sagt Simone Hofmeister.

Auf die Suche aufmerksam wurde auch Uschi Ackermann, Witwe von Gerd Käfer, Society-Lady und Mops-Liebhaberin aus München. 3000 Euro Finderlohn hat sie ausgesetzt. „Ich freue mich über diese Solidarität, die mir von allen Seiten entgegenkommt. Vielleicht hilft das ja. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, sagt Hofmeister und seufzt.

Bitte melden

Wer Hinweise zu Dollys Verschwinden hat, kann sich direkt bei Simone Hofmeister unter der Telefonnummer (0 15 11) 15 64 29 8 melden.

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