Festnahme am Flughafen

Mordverdächtiger mit falschem Pass verhaftet

Bereits am 09.10.15 verhaftete die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen einen georgischen Staatsangehörigen bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle des Fluges aus Minsk

Die Bundespolizei konnte am 9. Oktober am Frankfurter Flughafen einen Mann festnehmen, der unter Mordverdacht steht. Bei der Einreisekontrolle eines

Fluges aus Minsk, ging ihnen ein 34-jähriger Georgier ins Netz, der von den russischen Behörden gesucht wurde. Um einer Verhaftung zu entgehen, versuchte der Mann mit einem verfälschten israelischen Pass und einem totalgefälschten

israelischen Führerschein nach Deutschland einzureisen.

Die Urkundenexperten der Bundespolizei erkannten die Fälschungen, verweigerten ihm die Einreise nach Deutschland und nahmen ihn in Haft, um ihn mit dem nächsten Flug nach Weißrussland zurückzuweisen. Gegenüber dem Haftrichter gestand der angebliche Israeli, dass er Georgier sei, was er bis dahin vehement leugnete. Als Beweis ließ er sich per Fax eine Kopie seines georgischen Reisepasses mit seinen wahren Personalien zusenden.

Eine fahndungsmäßige Überprüfung in den polizeilichen Systemen brachte dann den internationalen Haftbefehl wegen Mordverdachts zu Tage. Dem Verhafteten wird von den russischen Behörden vorgeworfen, bei einer Auseinandersetzung im Oktober 2009 einen Menschen erschossen und einen weiteren mit zwei Schüssen schwer verletzt zu haben. Die Bundespolizei führte den Georgier erneut dem

Haftrichter vor, der Auslieferungshaft anordnete. Dem Georgier droht in Russland eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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