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Abfall-Ärger in Frankfurt: Müll-Slalom in Zickzackhausen

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Von: Thomas J. Schmidt

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Der Weg zur Kita führt vorbei am Müllbergen. FOTO: michael faust
Der Weg zur Kita führt vorbei am Müllbergen. FOTO: michael faust © Michael Faust

Ein Durchgang zu einer Kita in Frankfurt ist mit Müll zugestellt. Schon acht Kubikmeter hat die FES abgeholt.

Frankfurt – Es ist unsäglich. Täglich müssen die Kinder auf dem Weg zum Kinderzentrum 60 in der Breubergstraße an Bergen von Müll vorbei. Es ist Sperrmüll, inzwischen aber auch ganz ordinärer Hausabfall, der auf dem schmalen Durchgangsweg von der Breubergstraße hinein in den Innenhof der als Zickzackhausen bekannten Siedlung abgelagert wird. "Eine Anwohnerin sagte mir, sie wartet nur noch, bis die Ratten kommen", sagte ein Vater, der täglich vorbeikommt, wenn der seine Kinder abholt.

Es gibt nur diesen einen Weg zur Kita, weil sie im Innenhof der Häuserreihen liegt. Und just dieser Weg ist immer wieder mit Müll zugestellt. "Es ist schlimm und auch nicht ganz ungefährlich", sagt der Vater. "Kinder sind neugierig. Die schauen sich das schon mal aus der Nähe an. Unten liegen manchmal Scherben, in die man treten kann. Es sind auch schon Eimer mit Farbresten abgestellt worden, und die Kinder sind in die Farbe getreten."

Müllberge in Frankfurt versperren Kindern auf dem Weg zur Kita den Weg

Pädagogisch ist der Weg kontraproduktiv: "Da hängt ein großes Schild, welches verbietet, Müll abzulagern. Meine Kinder fragen mich dann, warum die Erwachsenen sich nicht daran halten, wenn es doch verboten ist."

Das Problem ist nicht neu. Schon 2020 hatte diese Zeitung darüber berichtet. Das Problem ist vielmehr, dass es keine Lösung dafür gibt. Die einzige Lösung wäre, die Leute in flagranti zu erwischen, die den Dreck abladen.

Die Kita-Leitung ist über den Dreck gleichfalls erbost, wollte sich gestern jedoch nicht gegenüber der Presse äußern. Sie hat jedoch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt informiert.

Frankfurt: Unverständnis bei zuständiger Gesellschaft über Verhalten der Mieter

Diese Stabsstelle ist nicht zuständig, weil es sich bei dem betroffenen Durchgang in den Innenhof der Siedlung Zickzackhausen um einen Privatweg handelt. Der Besitzer des Grundstücks, die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG, sei angeschrieben worden.

"Wir erfahren das immer, manchmal von verschiedenen Seiten", sagt Frank Junker, Geschäftsführer der ABG. Er ist wütend: "Es ist eine solche Unverschämtheit. Wir haben schon so oft den Müll entsorgen lassen, und einige Tage später liegt wieder was da." Im aktuellen Fall war es wie so oft: Die FES ist gekommen und hat den Sperrmüll mitgenommen und festgestellt, dass da noch anderes Zeug dabei liegt, das kein Sperrmüll ist. "Jetzt muss die FES noch einmal kommen", sagt Junker, "das kostet wieder einige hundert Euro." Er findet es unverständlich, dass Mieter sich so verhalten: "Wir haben überall Tonnen, da muss man nur hingehen und sein Zeug reinwerfen. Die Spermüll-Entsorgung ist in Frankfurt auch kostenlos. Trotzdem verhalten die Menschen sich so, in ihrem eigenen Umfeld. Irgendwer wird es schon wegräumen."

Die FES hat drei Kubikmeter Sperrmüll in dem Durchgang abgeholt. "Wir waren in diesem Jahr jetzt zum dritten Mal an der Stelle", sagt Sprecher Michael Werner. "Wir haben drei Kubikmeter, zwei Kubikmeter und jetzt wieder drei Kubikmeter abgeholt." Die Stelle sei nicht besonders schlimm: "Es gibt Orte in Frankfurt, da werden wir öfter hingerufen."

Frankfurt: Täter ermitteln ist schwer möglich

Seitens des Ordnungsamts ist man, wie die Stabsstelle Sauberes Frankfurt, nicht zuständig, weil es sich um einen Privatweg handelt. "Da muss die ABG Anzeige erstatten", sagte der Sprecher Michael Jenisch.

Dass dabei etwas herauskommt, daran hat Junker Zweifel. "Wir hatten mal an einer anderen Stelle eine Detektei beschäftigt, die hat auch jemanden gesehen und das Autokennzeichen festgestellt. Da hieß es nachher, man könne den Fahrer nicht mehr feststellen." Also alles unerfreulich. Nicht nur für die Kita 60. (Thomas J. Schmidt)

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