Egal ob in engen Straßen oder an großen Kreuzungen: Das Rechtsabbiegen birgt immer eine Gefahr. Im toten Winkel könnten sich Fußgänger oder Radler aufhalten. Dieser FES-Fahrer hat nun den Überblick - dank Abbiegeassistenten.
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Egal ob in engen Straßen oder an großen Kreuzungen: Das Rechtsabbiegen birgt immer eine Gefahr. Im toten Winkel könnten sich Fußgänger oder Radler aufhalten. Dieser FES-Fahrer hat nun den Überblick - dank Abbiegeassistenten.

Investition

Müllautos sind jetzt für alle sicherer

Der städtische Müllentsorger FES hat seinen gesamten Fuhrpark mit Abbiegeassistenten ausgestattet.

Frankfurt. Das größte Sicherheitsprojekt im Fuhrpark der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, die Nachrüstung der großen Nutzfahrzeuge mit Abbiegeassistenten, ist abgeschlossen. 187 Nutzfahrzeuge mit einem Eigengewicht von über 7,5 Tonnen verfügen nun über den elektronischen Helfer, der das Rechtsabbiegen im Stadtverkehr sicherer macht, teilt die Stadt mit. Davon wurden 129 nachgerüstet, 48 sind Neuanschaffungen, die ab Werk mit Abbiegeassistent geliefert wurden.

"Mit unseren Fahrzeugen sind wir jeden Tag im Stadtverkehr und in der Rhein-Main-Region unterwegs. Wir wissen, wie eng es hier oft zugeht und sind uns als größter Entsorger der Rhein-Main-Region unserer Verantwortung für die Verkehrssicherheit bewusst", sagt Geschäftsführer Dirk Remmert. "Die flächendeckende Ausstattung mit Abbiegeassistenten senkt die Unfallgefahr für alle Verkehrsteilnehmer und für unsere Fahrer erheblich. Diese Investition macht sich für uns in jedem Fall bezahlt."

Nachgerüstet wurden die großen Abfallsammelfahrzeuge aller Typen. Außerdem die großen Räum- und Streufahrzeuge des Winterdienstes, die Containerfahrzeuge der gewerblichen Entsorgung, die Saugwagen in der Fäkalien- und Fettentsorgung, die Schlacketransporter und die Großkehrmaschinen der Straßenreinigung. Bei Neuanschaffungen ist der Assistent bereits seit Herbst 2017 immer mitgekauft worden, wenn er ab Werk verfügbar war. Andernfalls wurde nachgerüstet.

Die Nachrüstung mit dem Kamerasystem der Firma Luis erfolgte überwiegend durch eigenes Personal in der FES-eigenen Nutzfahrzeug-Werkstatt in Heddernheim. Die Kosten betrugen je nach Fahrzeug-Typ zwischen 1600 und 2000 Euro, in Summe also einen deutlich sechsstelligen Betrag. Bei 30 Fahrzeugen förderte das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur 80 Prozent der Kosten.

Abbiegeassistenten erkennen mit Hilfe von Radarsensoren oder Kamera an der rechten Fahrzeugseite Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel und warnen den Fahrer mit optischem und akustischem Signal. Ab Juli 2022 gilt europaweit die Pflicht zum Einbau von Abbiegeassistenten für neue Fahrzeugtypen. Erst ab 2024 ist die Einbaupflicht für Neufahrzeuge generell vorgeschrieben. Eine Pflicht zur Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen gibt es bisher nicht. ffm

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