+
Herbstliches Duell auf dem Hartplatz: Weiss-Blaus Jonas Leon Block (links) und Benedikt Burger (TSG 51).

Fußball-Kreisoberliga Frankfurt

Müller macht dem BSC Beine

Fairplay in der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt: Anstatt eine Großchance zu nutzen, kickte Eschersheims Yuriy Dutchak den Ball ins Toraus, da zwei Rödelheimer verletzt am Boden lagen.

Der SV Heddernheim stabilisiert sich und punktete auch gegen Makkabi (siehe Extra). Die Sportfreunde und Concordia Eschersheim setzten sich an der Tabellenspitze etwas ab.

Concordia Eschersheim – 1. FC Rödelheim 4:3 (1:1). – „Das war ein glücklicher Sieg – keine Frage“, resümierte Concordia-Trainer Roland Stipp. Beim Stande von 0:0 handelte der Eschersheimer Yuriy Dutchak bemerkenswert: Nach einem Zusammenprall von zwei Rödelheimer Abwehrspielern stand Dutchak alleine vor Rödelheims Keeper Mario Blümel. Statt den Ball ins Tor zu schießen, kickte der Routinier die Kugel ins Aus. Rödelheims Pressesprecher Volker Flauaus war begeistert: „So etwas habe ich noch nie erlebt – das war großes Fairplay.“ Jeweils per Foulelfmeter hatte Alexander Azimpour die Gastgeber zwei Mal in Führung gebracht (22./46.). Karsten Harper traf zum 1:1 (24.), Abdel El Abbassi markierte das 2:2 (57.), ehe Benedikt Herbert Rödelheim nach vorne brachte (64.). In der Schlussphase konnte die Concordia die Partie noch einmal wenden: Erst erzielte Louis Haarhaus den Ausgleich (83.), dann fälschte ein Rödelheimer einen Freistoß von Simon Kramer ins eigene Tor ab (85.). Nach dem 3:3 sah Abbassi „Gelb-Rot“ wegen „Meckerns“. Stipp gestand selbstkritisch: „Ich habe ein neues System ausprobiert, das hat nicht geklappt. Teilweise haben wir wohl auch deshalb konfus gespielt.“

FC Posavina – BSC Schwarz-Weiß 19 0:3 (0:2). – Die Maßnahmen des neuen BSC-Coaches Karl Müller scheinen zu greifen – das zweite Spiel in Folge konnte sein Team ohne Gegentor gewinnen. Aus einer stabilen Defensive agierten die Gäste mit schnellen Kontern. Co-Trainer Michael Schnitzler meinte dazu: „Das war eine super Defensivleistung und nach vorne ging die Post ab.“ Maik Wagner (31.), Maximilian Büge (45.) und Roy Mokrzycki per Foulelfmeter (74.) erzielten die Tore. FC-Trainer Pero Bosniak war enttäuscht: „Wir haben den BSC nicht so stark eingeschätzt und waren uns zu sicher.“

SG Westend – FC Kalbach II 1:2 (1:0). – Westend-Chef Esad Golos haderte mit der Leistung des Unparteiischen Jörg Coenen (Weilmünster): „Wir haben nicht gegen Kalbach, sondern gegen den Schiedsrichter verloren.“ Er bezog sich dabei auf zwei Szenen: Aus Golos’ Sicht erzielte Sead Zeminc ein reguläres Tor zum 2:0 (73.), das Coenen aber wegen gefährlichen Spiels nicht gab. Und beim 1:1 von Luca Labonté (83.) stand Kalbachs Kapitän Lukas Höll im Abseits und behinderte damit Torhüter Suan Adrovic. Labonté markierte auch den Siegtreffer (87.). Für die Westend-Führung hatte Abdelhadi Assim gesorgt (43.).

FV Hausen – SV Griesheim Tarik 2:1 (0:1). – In der hart umkämpften Partie hatte der Schiedsrichter Schwerstarbeit zu verrichten. Gleich sieben Spieler der Gäste sahen die Gelbe Karte, zwei davon gleich doppelt – Anas Chamlali (75.) und Kadir Sarikaya (84.) mussten früher duschen. Auf Hausener Seite begnügte man sich mit drei Mal „Gelb“. Griesheim begann stark und ging durch Salam El Bachiri in Führung (27.). Dann kämpften sich die Gastgeber ins Spiel und verschafften sich mehr und mehr Vorteile. In der hektischen Schlussphase behielten erst Robin Westerwal (78.) und schließlich Tolga Kocak (83.) die Übersicht. Ein Sonderlob von Hausens Spielausschuss-Vorsitzendem Peter Schlüßmann bekam Schiedsrichter Marcel Reinke (Gründau): „Er hatte das Spiel jederzeit im Griff.“

FC Tempo – Spvgg. Fechenheim 2:5 (2:1). – Dennis Balzer war aus Fechenheimer Sicht der „Mann des Spiels“ – gleich drei Tore steuerte er zum Sieg der Sportvereinigung bei (37./76./88., Foulelfmeter). Für die Gäste waren Atilla Kocaoglu (85.) und Ouassim Ouass (90.+2) erfolgreich. Doch zunächst hatten die Gastgeber durch die Treffer von Milos Rajkovic (21.) und Djordje Kovacic (42.) geführt. „Je länger die Partie dauerte, desto bestimmender wurden wir“, sagte Fechenheims Sportlicher Leiter Asghar Ali-Jaali. Tempo-Kapitän Kovacic sah noch die Rote Karte (88.).

TSG 51 – SC Weiss-Blau 0:0. – Auf dem „roten Kunstrasen“, wie TSG-Pressewart Sebastian Turban süffisant anmerkte, entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel. Beide Kontrahenten begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, im weiteren Verlauf erarbeiteten sich die Gastgeber aber ein Chancenplus. Und erzielten aus Sicht von Turban auch ein reguläres Tor: Moritz Fischer köpfte das Runde ins Eckige (70.), der Unparteiische verweigerte aber die Anerkennung – wegen eines vermeintlichen Aufstützens.

(omü)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare