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So könnte die Multifunktionsarena am Kaiserlei dereinst aussehen. Der Bedarf an einer solchen modernen Halle für sportliche und musikalische Veranstaltungen ist groß.

Standort am Kaiserlei

Multifunktionsarena: Es kommt Bewegung in die Verhandlungen

Gestorben ist das alternative Projekt einer Halle am Flughafen damit aber nicht. Sportdezernent Markus Frank hält auch zwei Multifunktionsarenen in Frankfurt für möglich.

Frankfurt - In die Verhandlungen um den Bau einer Multifunktionsarena an der Frankfurter Stadtgrenze zu Offenbach ist wieder Bewegung gekommen. Das von der Stadt favorisierte Bieterkonsortium Langano habe seinen Antrag auf eine Bürgschaft vom Land zurückgezogen, berichtete der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU). Damit seien die Planungen am Standort Kaiserlei einen entscheidenden Schritt vorangekommen. 

Langano könne ein alternatives Finanzierungskonzept vorlegen. Damit könnten sich "alle Beteiligten wieder mit Freude dem Projekt widmen", erklärte Frank. Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) kündigte an, die nächsten Schritte einzuleiten, um das Projekt zu realisieren. 

Halle für Sport- und Musikveranstaltungen neben der A 661

Das zur französischen Lagardère-Gruppe gehörende Unternehmen solle ein Erbbaurecht für eine insgesamt rund 25 000 Quadratmeter große Fläche erhalten, die sich im Eigentum der Stadt Frankfurt und einer stadtnahen Stiftung befinde. Geplant ist eine Halle für Sport- und Musikveranstaltungen neben der Autobahn 661. 

Langano hatte sich im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens um Bau, Finanzierung und Betrieb einer Multifunktionsarena am Kaiserlei beworben und den Status als "erster Gesprächspartner" erhalten. Pluspunkte in der Bewerbung waren die vereinsfreundlichen Konditionen für die beiden Frankfurter Teams, die in der Halle Eishockey und Basketball spielen sollen, der städtebaulich kompakte Ansatz und die regionale Ausrichtung in der Betriebsführung.

Größeres Projekt am Flughafen

Zugleich gibt es Investoren, die am Flughafen eine noch viel größere Arena errichten wollen. Erst vergangenen Freitag hatte die kanadische Katz Group eine weitreichende Unterstützung der beiden Sportvereine Löwen und Skyliners angekündigt - unter anderem durch eine jährliche Finanzspritze und kostenlose Heimspiele. 

Dezernent Frank erklärte dazu am Dienstagabend, er werde sich auch diese Pläne präsentieren lassen. An Mutmaßungen über die Realisierungschancen wolle er sich aber nicht weiter beteiligen. "Vielleicht verträgt Frankfurt am Main ja zwei Multifunktionsarenen", sagt der Sportdezernent schmunzelnd. "Wie man sieht, hat das internationale Interesse an dem Projekt ja belebend gewirkt."

dpa/tom

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