Neue Altstadt

Das Museum in der Goldenen Waage eröffnet

Ein besonderer Frankfurter hat an einem besonderen Ort ein neues Zuhause gefunden: Friedrich Stoltze ist künftig in der Goldenen Waage daheim. Weil der Brandschutz noch nicht abgenommen ist, müssen sich Stoltze-Liebhaber nach der offiziellen Eröffnung des Museums morgen aber noch ein wenig gedulden.

Der Umzug des Stoltzemuseums in die Goldene Waage ist fast geschafft. In der vergangenen Woche konnte die Leiterin des Museums, Petra Breitkreuz, endlich die Möbelpacker bestellen und das Museum einräumen, das morgen offiziell eröffnet werden wird. In unmittelbarer Nähe des Geburtsortes des 1816 geborenen Dichters und gegenüber dem Stoltze-Brunnen auf dem Hühnermarkt wird das Museum auf zwei Etagen sowohl in dem Haus „Zum Weißen Bock“ als auch im Kaminzimmer der „Goldenen Waage“ über Leben und Werk Stoltzes informieren.

Bereits im Treppenhaus werden Besucher mit Ausschnitten aus Stoltzes satirischer Wochenzeitschrift „Frankfurter Latern“ empfangen. Zudem erwartet sie neben der Dauerausstellung ein modernes Multi-Media-Angebot. Ein interaktiver Tisch zeigt auf einer Ravensteinkarte Orte in der Stadt, die für Stoltze besonders wichtig waren, eine Audiostation stellt bekannte Persönlichkeiten vor, mit denen der Schriftsteller und Satiriker in Kontakt stand. Via Touchscreen können Besucher in der „Frankfurter Latern“, blättern und ausgewählte Karikaturen und Texte genauer betrachten. Das Museum wolle „den Dichter als politisch engagierten Journalisten zeigen“, erklärt Museumschefin Breitkreuz.

Einziger

Wermutstropfen

: Wenn morgen die Frankfurter Sparkasse zur offiziellen Eröffnung ihres Museums geladene Gäste begrüßt, werden nur je zehn Personen die Räume besichtigen dürfen – dies sei eine Vorgabe der Feuerwehr, erläutert Breitkreuz, da das Haus und sein Brandschutz noch nicht abgenommen werden konnten. Nach der Eröffnung werde das Museum deshalb vorerst nicht geöffnet sein. „Wir wissen bisher nicht, wann wir es der Öffentlichkeit zeigen können“, erläutert Breitkreuz

Zuletzt war das Stoltze-Museum in einem Übergangsquartier beheimatet: auf der Galerie im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse. Aus dem Stoltze-Turm in der Töngesgasse hatte es schon vor acht Jahren ausziehen müssen, weil dort Wohnungen und Geschäfte entstanden sind.

(wyg,red)

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