+
Picknickatmosphäre vor dem Petrihaus am Brentanopark: Beim Konzert der Band ?Every Friday? genossen etliche Besucher nicht nur das Musikprogramm, sondern auch den lauen Frühsommerabend.

Rödelheimer Musiknacht

Musik lockt nach Rödelheim

Nur zwölf Quadratmeter klein ist der Raum im „Sky Thompson Barbershop“, den der neue Betreiber des ehemaligen Schumacherladens erstmals für die Musiknacht zur Verfügung stellte. Im Fenster wartet ein DJ-Pult auf seinen Einsatz am Abend, an der Wandseite des Raumes singt ein Folkmusiker zur Gitarre. Außer auf den Treppenstufen und der kleinen Wartecouch gibt es hier nur noch Stehplätze. Für den 29-jährigen Dennis Alt, der den Herrenfrisör- und Barbierladen vor einem halben Jahr eröffnet hat, ist seine Teilnahme Ehrensache: „Ich finde es wunderbar, wie Rödelheim an diesem Abend zusammenrückt“, sagt Alt, dem schon etliche Nachbarn ihr Kommen zugesichert haben: „Die Musiknacht bringt Leben in den Stadtteil und sorgt auch dafür, dass neue Kontakte geknüpft und alte wieder aufgefrischt werden“, erzählt er. Einer, mit dem er bald öfter zusammenarbeiten will, ist der 27-jährige Nils Julian Meiß vom Label „Floppy Disk Records“. Er wohnt in der Nachbarschaft und hat seinen Einsatz als DJ für den Abend erst nach Erscheinen des Programmhefts fest eingeplant. Im nächsten Jahr will er sich unbedingt früher um seine Teilnahme kümmern und dann auch wieder zurück in den Barbershop kommen, der mit seiner Einrichtung etwas ganz besonderes ist: „Neben der Musiknacht planen wir gerade auch eine kleine Bar-Reihe.“  

Nur zwölf Quadratmeter klein ist der Raum im „Sky Thompson Barbershop“, den der neue Betreiber des ehemaligen Schumacherladens erstmals für die Musiknacht zur Verfügung stellte. Im Fenster wartet ein DJ-Pult auf seinen Einsatz am Abend, an der Wandseite des Raumes singt ein Folkmusiker zur Gitarre. Außer auf den Treppenstufen und der kleinen Wartecouch gibt es hier nur noch Stehplätze.

Für den 29-jährigen Dennis Alt, der den Herrenfrisör- und Barbierladen vor einem halben Jahr eröffnet hat, ist seine Teilnahme Ehrensache: „Ich finde es wunderbar, wie Rödelheim an diesem Abend zusammenrückt“, sagt Alt, dem schon etliche Nachbarn ihr Kommen zugesichert haben: „Die Musiknacht bringt Leben in den Stadtteil und sorgt auch dafür, dass neue Kontakte geknüpft und alte wieder aufgefrischt werden“, erzählt er.

Einer, mit dem er bald öfter zusammenarbeiten will, ist der 27-jährige Nils Julian Meiß vom Label „Floppy Disk Records“. Er wohnt in der Nachbarschaft und hat seinen Einsatz als DJ für den Abend erst nach Erscheinen des Programmhefts fest eingeplant. Im nächsten Jahr will er sich unbedingt früher um seine Teilnahme kümmern und dann auch wieder zurück in den Barbershop kommen, der mit seiner Einrichtung etwas ganz besonderes ist: „Neben der Musiknacht planen wir gerade auch eine kleine Bar-Reihe.“  

Andreas Duetsch und Ute Hausotte haben es sich auf dem Rasen vor dem Petrihaus bequem gemacht. Wenige Meter vor ihnen spielt die Band „Every Friday“ mit drei Gitarren und einem Cello Pop-Klassiker nach. Für das Ehepaar, das zum ersten Mal hier ist, ist begeistert: „Dass heute Abend kostenlos ein so buntes Kulturprogramm angeboten wird und das auch noch in Innenhöfen und anderen Orten, die man sonst nicht ohne weiteres sieht, ist ein klasse Konzept“, lobt Ute Hausotte.

Ihr Mann Andreas wünscht sich auch für andere Stadtteile mehr solcher Veranstaltungen. „Wir gehen grundsätzlich gerne auf Straßenfestivals, besonders zum Schloss- und Altstadtfest in Höchst, wo wir wohnen“, erzählt er. Zwischen den Höchster Festen und der Musiknacht gebe es jedoch einen entscheidenden Unterschied: „Bei den kommerziellen Festen geht es vor allem ums Essen und Trinken. Dass hier die Musik im Vordergrund steht, macht den Abend viel entspannter.“

Andreas Duetsch hat sich seine Höhepunkte aus dem Programmheft ausgeschnitten und markiert. Nun trägt er die Schnipsel in der Hosentasche mit sich herum. „Bei dem großartigen Angebot ist es nur schade, dass man in der kurzen Zeit nicht mehr als vier oder fünf Bands schafft.“ 

Bereits zum zweiten Mal tritt die Irish-Folk-Band „Blue Blistering Barnacles“ neben dem Kiosk am Rande des Solmsparks auf. Nach einer Dreiviertelstunde musizieren ohne Verstärker sind die Stimmbänder des Sängers und Gitarristen Peter Hankiewicz aber schon ganz schön angeschlagen. Zumal er wegen des Ausfalls eines anderen Musikers gerade auch noch an anderer Stelle eingesprungen ist. „Aber die Echtheit und Spontanität ist es ja auch, was die Straßenmusik ausmacht“, sagt er.

Die Stimmung hier finden die fünf Musiker der fast 25 Jahre alten Band dennoch besser als an ihrem alten Spielort, dem Petrihaus. „Wir spielen hier unter dem Motto ,Binding statt Brentano‘ – der Platz vorm Kiosk passt einfach viel besser zu uns.“ Monique Elsäßer und Hankiewicz Ehefrau Annett, die als Fanclub mitgekommen sind und eifrig Flyer verteilen, sehen das ähnlich: „Schließlich ist das Publikum bei verstärkten Bands selten so nah dran wie hier.“   

Für die Band „Cantabulous“ in ihrer aktuellen fünfköpfigen Besetzung ist der Auftritt bei der Musiknacht eine Premiere. Von Aufregung ist bei Schlagzeuger Gerhard Müller-Waldheim und Gitarrist Reinhard Böhm vor ihrem Auftritt im Zentrum für Deutsche Sprache und Kultur im Rödelheimer Bahnweg jedoch nichts zu spüren. „Wir freuen uns einfach über die Chance, uns mit unseren selbst-arrangierten Rock- und Pop-Covern in der Öffentlichkeit zu präsentieren, erzählt Böhm, der jahrzehntelang in Rödelheim gelebt hat.

Sein Bandkollege Müller-Waldheim, der hier immer noch wohnt, hat die Zeit vor dem Konzert um 20 Uhr bereits genutzt, um auf dem Hinweg bei einigen anderen Bands vorbeizuschauen: „Gerade bei traumhaftem Wetter wie heute Abend, geht das Konzept der Musiknacht natürlich voll auf. Die Menschen sind mit Picknickkörben unterwegs und wandern von Ort zu Ort, je nach musikalischen Vorlieben. Gefällt ein Auftritt, bleibt man ein Weilchen, hatte man sich etwas anderes vorgestellt, muss man für Alternativen nicht lange suchen.“

Für ihren Auftritt sind viele der Zuschauer lediglich Zuhörer. Unter den Sonnenschirmen auf der Terrasse haben es sich etliche Besucher im Freien bequem gemacht, unterhalten sich und genießen die letzten Sonnenstrahlen, bevor auch sie am späteren Abend noch in den Raum umziehen – oder einfach weiterlaufen.   

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare