So musikalisch sind die Oberräder

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Am Samstag zeigt Oberrad, wie musikalisch der Stadtteil ist. Profis und Laien stehen beim Neujahrskonzert des Bürgervereins zusammen auf der Bühne. Vor Anfragen konnten sich die Organisatoren kaum retten.

Nach der Premiere im vergangenen Herbst geht das Konzert von Oberrädern für Oberräder des Bürgervereins in seine zweite Runde. Damit, wie musikalisch die Oberräder wirklich sind, hatten allerdings auch die Organisatoren des Frühjahrkonzertes des Bürgervereins nicht gerechnet. „Wir haben angefangen Musiker anzusprechen, die wir kannten. Und plötzlich kam immer mehr Resonanz aus ganz unterschiedlichen Ecken. Das hat uns selbst überrascht. Und am Ende mussten wir Einzelnen sogar absagen, weil das Programm einfach schon voll war“, sagt Horst Nopens.

Das Programm für das Frühjahrskonzert am Samstag, 9. Mai, auf die Beine zu stellen, fiel Nopens und den Helfern des Bürgervereins entsprechend leicht. „Wir wollten ein buntes Programm mit unterschiedlichen Stilen aufbauen, damit für jeden etwas dabei ist. Das hat sich durch die beteiligten Musiker einfach ergeben.“ Mit dabei seien viele, die schon während der Premiere auf der Bühne standen. „Der Wunsch nach einer Wiederholung des Konzertabends kam ja schon direkt nach der ersten Veranstaltung im vergangenen Jahr von den Musikern selbst“, berichtet Nopens. Aber es seien auch einige neue Interpreten dabei, die die erste Veranstaltung noch verpasst hatten. „Zum Beispiel der Gitarrenkreis Oberrad. Die haben sich frühzeitig bei uns gemeldet, deshalb konnten wir sie in das Programm einbauen“, sagt Nopens.

Neben Gitarrenklängen sollen am Samstag im Oberräder Depot auch die Klänge des Posaunenchores der Erlösergemeinde zu hören sein. Viele der Musiker, die an diesem Abend auf die Bühne steigen werden, sind in Oberrad keine unbekannten. Ryoko Maebashi etwa ist Organistin in der Erlösergemeinde, begleitet dort regelmäßig das Vokalensemble und erteilt im Gemeindehaus Klavierunterricht für Kinder und Erwachsene. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik. Sie studierte in Tokio und Frankfurt. Ihr Studium beendete sie in Frankfurt mit dem Diplom im Fach Klavier und Cembalo.

Daniela Dominique, die ebenfalls auftreten wird, ist staatlich geprüfte Musiklehrerin für die Fächer Klavier und Elementare Musikpädagogik. Sie studierte an der Akademie für Tonkunst Darmstadt und am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz und unterrichtet Kinder und Erwachsene im Fach Klavier und Musikalische Früherziehung für Kindergartenkinder. Ebenfalls finden von ihr Kurse im Saal der Erlösergemeinde statt. Mit im Programm ist außerdem das Flöten-/Cello-Ensemble von Judith Engert, Angela Kleiner und Eva Beyer.

Die Bühne zu füllen war für die Organisatoren des Konzertes also kein Problem. Und auch im Hinblick auf die Sitzplätze im Veranstaltungssaal machen sie sich keine Sorgen. „Beim Herbstkonzert im vergangenen Jahr mussten wir einzelne Leute an der Kasse leider wieder wegschicken, weil schon alles voll war. Und auch diesmal läuft der Vorverkauf wieder sehr gut“, berichtet Nopens. Mit der Konzertreihe scheint der Bürgerverein also eine Lücke zu füllen – genau das, was die Organisatoren von Anfang an im Sinn hatten. „Das soll unser Beitrag dazu sein, die kulturelle Vielfalt in Oberrad ein bisschen zu erhöhen“, sagt Nopens.

Mit rund 250 Sitzplätzen im Depot Oberrad, Offenbacher Landstraße 357, sei die Kapazität für das Konzert begrenzt, mehr erlaubt der Brandschutz nicht. Zwei Vorverkaufsstellen im Stadtteil wurden eingerichtet: In Tommis Laden, Offenbacher Landstraße 331, und bei Blumen Kitzinger, Offenbacher Landstraße 285. Karten allerdings gibt es wohl nur noch im Blumenladen. Um Enttäuschungen an der Abendkasse zu vermeiden, wird dringend empfohlen, den Vorverkauf zu nutzen. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Jugendliche. Konzertbeginn ist am Samstag, 9. Mai, um 19 Uhr. Der Einlass beginnt eine halbe Stunde früher.

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