Musikprofessor Paul Jordan gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist bereits am 1. März der prominente Musiker und Musikprofessor Paul Jordan im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit in New Haven (USA) gestorben.

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist bereits am 1. März der prominente Musiker und Musikprofessor Paul Jordan im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit in New Haven (USA) gestorben.

Der weltbekannte Organist war mit Frankfurt eng verbunden und in der Mainmetropole einem großen Publikum bekannt. Er studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik, wo er bei dem berühmten Frankfurter Organisten Helmut Walcha sein Studium abschloss. Über mehrere Jahrzehnte gastierte Jordan als Konzertorganist in Frankfurt, unter anderem in der Reformierten Kirche und in der Dreikönigskirche. Seine Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt, wo er in Kirchen, Kathedralen und in Konzertsälen wie dem Concertgebouw in Amsterdam und dem Gewandhaus in Leipzig spielte.

Jordan war einer der ersten Musiker, die sich in Amerika für Alte Musik einsetzten. So spielte er als junger Mann Blockflöte in Bachs 4. Brandenburgischem Konzert mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Leonard Bernstein.

Sein Interesse galt aber auch moderner Musik. Er komponierte selber und setzte sich für andere moderne Komponisten ein, etwa für den bekannten blinden Straßenmusiker „Moondog“ (Louis Thomas Hardin), an dessen legendärem Auftritt 1974 beim Hessischen Rundfunk er maßgeblich beteiligt war.

Paul Jordan hinterlässt eine Frau, Xilin F. Jordan, seinen Sohn Libai und den Bruder Don F. Jordan. Seine Asche wird im Familiengrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt. Ein Gedächtniskonzert in Frankfurt wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare