Nach dem Sport zum Einkaufen

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Ähnlich wie der Handwerkerhof in seiner Mitte, besticht auch das gesamte Gewerbegebiet in der August-Schanz-Straße mit großer Vielseitigkeit: Es sind Firmen für Künstlerbedarf (Boesner)

Ähnlich wie der Handwerkerhof in seiner Mitte, besticht auch das gesamte Gewerbegebiet in der August-Schanz-Straße mit großer Vielseitigkeit: Es sind Firmen für Künstlerbedarf (Boesner) oder Produkte und Systeme für das Maler-, Lackierer- und Stuckateurhandwerk (Brillux) angesiedelt, für Event- und Messebau (Massdrei), Lichtwerbung (Frankfurter Lichtwerbung, Werbewerk), Mediengestaltung (Datenfluss) oder Tiefkühllogistik (Freezelog). Neben Brillengläsern und –fassungen (Rodenstock) werden auch Damenbekleidung (Modelabel Be Fash) und verschiedene Holzprodukte hergestellt — letzteres auf individuellen Wunsch in der Holzgroßhandlung Becher.

Auch sportlich geht es zu im Gewerbegebiet. Die Boulderwelt lädt zum Klettern ein, die Real Sport Entertainment GmbH zum Kicken und Volleyball auf Kunstrasen und Sand und das „Main Gym“ in der Hausnummer 33 führt in den Kampfsport ein: Auf 720 Quadratmetern geht es dort mit brasilianischem Jiu-Jitsu, Thaiboxen, „Mixed Martial Arts“ und „Functional Fitness“ zur Sache. Wer nach dem Sport noch einkaufen will oder muss, wird entweder im Getränkemarkt Schluckspecht fündig oder in den Supermärkten Rewe, Aldi und Lidl.

Anders als der Handwerkerhof erscheint das Angebot des Gewerbegebiets jedoch eher zufällig zusammengewachsen und äußerlich auch in die Jahre gekommen. „Es gibt kein einheitliches Konzept hier, das Angebot erscheint zersplittert. Zum Teil sehen die Hallen extrem heruntergekommen aus“, meint daher auch Andreas Hahn vom Handwerkerhof. Recht unentschlossen, ob das Areal überhaupt Potenzial für Angebote hat, die auf Durchgangsverkehr angewiesen sind, äußert sich auch Remo Cavanna, Betreiber des Café Cara. Denn die Angestellten kämen meist nur morgens und mittags, was in den übrigen Tageszeiten für Flaute sorge.

Sehr zufrieden hingegen sind Milan Petrovic und Nela Dedic, die gemeinsam die „Frontküche“ betreiben und Hungrige mit herzhaftem Essen im „Balkan Style“ verwöhnen: Neben gerolltem Blätterteig (Burek), Cevapcici und Hacksteak (Pljeskavica) stehen Hähnchen, Hamburger, Currywurst und täglich wechselnde Gerichte wie Suppen, Eintöpfe und mehr auf dem Speiseplan.

„Wir müssen uns noch stärker anpassen an die deutsche Küche und mehr Vegetarisches anbieten“, meint dazu „Frontköchin“ Nela Dedic, sieht aber durchaus Potenzial im Gewerbegebiet, das sie seit mittlerweile einem Jahr bekocht. „Der Durchlauf zu den Supermärkten ist größer geworden. Die Leute kommen vorbei und nehmen uns wahr“.

(peh)

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