Fußball-Verbandsliga

„Nach unten“ schauen

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Der Nachholspieltag in der Verbandsliga Süd am heutigen Mittwoch könnte eine Entscheidung im Abstiegskampf bringen.

Punktet Vatanspor Bad Homburg gegen den Tabellenzweiten Türk Gücü Friedberg, wäre die SG Bruchköbel aus der Fußball-Verbandsliga Süd abgestiegen, ohne selbst am Ball gewesen zu sein – jedenfalls dann, wenn es tatsächlich fünf Absteiger gibt. Davon abgesehen wäre alles andere als ein Friedberger Sieg im Taunus natürlich ein weiteres Argument für den Titelgewinn des FV Bad Vilbel.

Zwischen dem Hanauer SC und der Usinger TSG geht es um weitere Punkte für den Klassenerhalt, wobei in der Begegnung SV FC Sandzak gegen Germania Ober-Roden in dieser Beziehung für die gastgebenden Frankfurter deutlich mehr Druck vorhanden ist. Alle drei Spiele beginnen um 20 Uhr.

Die Ausgangsposition im Titelrennen ist für Türk Gücü Friedberg mit dem 2:3 gegen den Hanauer SC am Sonntag noch einmal ungünstiger geworden. Allerdings muss Spitzenreiter Bad Vilbel seinen beiden Nachholspiele auch erst einmal gewinnen, um sich wirklich abzusetzen. Friedbergs Trainer Mustafa Fil hatte zuletzt (zumindest öffentlich) ohnehin mehr Wert auf den Abstand „nach unten“ gelegt, sprich zum Tabellendritten Hanau 93. Und der ist mit neun Punkten relativ beruhigend. „Ich will den Jungs keinen großen Vorwurf machen. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber der Gegner war besser und sehr effektiv“, sagte Fil zum Spiel beim Hanauer SC, das der ehemalige Eintracht-Jugendspieler Semih Aydilek, der wie Fil von der Spvgg. Oberrad zu seinem jetzigen Verein kam, mit dem Treffer zum 3:1 entschieden hatte. Nun geht es für Fil erneut gegen einige „alte“ Bekannte, allen voran Baris Odabas, im Sommer von Friedberg nach Bad Homburg gewechselt. Der Tabellenzweite, bei dem Fil und sein Co-Trainer Gültekin Cagritekin auch in der neuen Saison an der Seitenlinie stehen, muss in der Kurstadt wohl erneut auf seinen angeschlagenen Spielmacher Florian Decise verzichten.

Der SV FC Sandzak hat sich zuletzt mit zwei Siegen aus dem gröbsten Schlamassel befreit und bekam zudem die drei Punkte vom Spiel gegen Rückzieher Rot-Weiss Frankfurt II gutgeschrieben. Jetzt wollen die Frankfurter auch Germania Ober-Roden „kassieren“, sprich mit einem Heimsieg in der Tabelle überflügeln. Der von der fußballerischen Klasse seines Team vollauf überzeugte Interimstrainer Anwar Naamni ist guter Dinge, dass das gelingen kann.

(rst)

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