Mammutprozess um Anlagebetrug

Nach vier Monaten: Anklage gegen S & K verlesen

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Es war Montag, genau 10.10 Uhr, als  Dennis Bodenbenner von der Frankfurter Staatsanwaltschaft die Verlesung des Anklagesatzes  im S & K-Prozess beendete. 1774 Seiten umfasst das Dokument. Um zur letzten Seite zu gelangen, brauchten die Strafverfolger fast vier Monate und – während der Verlesung – immer mal wieder einen Schluck Wasser für die trockene Kehle.

Nach dem Verlesungsende im Landgericht hätte eigentlich die formale Eröffnung des Mammutprozesses erfolgen können. Allerdings grätschte ein Strafverteidiger mit einem Antrag dazwischen. Er beantragte die zusätzliche Verlesung der Seiten des Anklagesatzes, die lediglich gleichartige Aufzählungen und Tabellen enthalten. Das Gericht hatte unter Verweis auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) auf den Vortrag der entsprechenden Seiten verzichtet.

Nachdem der Vorsitzende Richter den Antrag auf Verlesung der ausgesparten Seiten unter abermaligen Verweis auf die BGH-Entscheidung abgelehnt hatte, beantragte der Verteidiger  einen Kammerbeschluss, dem sich mehrere Rechtsanwälte anschlossen. Über den Vortrag  der Aufzählungen und Tabellen soll nun eine andere Strafkammer entscheiden. Der Prozess soll am Mittwoch fortgesetzt werden. (chc)

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