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Riesengroß ist die Freude bei den ausgezeichneten Schülerblättern. Stolz halten sie bei der Siegerehrung ihre Zeitungen in die Luft.

Schüler-Presse-Preis

27. Auflage des Wettbewerbs startet: Nachwuchsreporter zeigen, was sie können

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Auf geht’s in die nächste Runde: Die 1822 Stiftung der Frankfurter Sparkasse und die Frankfurter Neue Presse schreiben den Schüler-Presse-Preis aus. Mitmachen können alle Frankfurter Schulen.

Menschen, die Schülerzeitungen nicht ganz ernst nehmen und etwas belächeln, haben wahrscheinlich noch nie in einer geblättert. Ihre Meinung basiert auf Vorurteilen. Denn viele Schülerblätter sind hervorragend gemacht, Texte und Geschichten toll geschrieben und recherchiert. „Manche Schülerzeitungen sind sogar besser als die großen Zeitungen“, sagt Matthias Thieme, Chefredakteur dieser Zeitung. Erst neulich habe ein Schüler ein sehr gutes Interview mit Bild-Chefredakteur Julian Reichelt geführt. „Da haben alle Erwachsenen Journalisten gestaunt und einfach nur den Hut gezogen“, sagt Thieme anerkennend.

Gemeinsam etwas gestalten

Er selbst sei nie für eine Schülerzeitung aktiv gewesen. Seine Tochter arbeite aber bei einer mit. Von ihr wisse er, dass es großen Spaß mache, für eine Schülerzeitung zu schreiben. „Weil man interessante Leute interviewen, seine Meinung aufschreiben, tolle Fotos machen und mit anderen zusammen etwas gestalten kann. Genau wie bei einer ’großen’ Zeitung“, ermutigt Matthias Thieme den Reporternachwuchs, beim Schüler-Presse-Preis mitzumachen.

Der Wettbewerb wird mittlerweile zum 27. Mal von der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Frankfurter Neuen Presse ausgeschrieben. Ausgelobt ist ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro, das an die besten Schülerzeitungen verteilt wird. Weil sich die Medienlandschaft zuletzt stark gewandelt hat und Neuigkeiten sich heute via E-Mail, Internet, sozialen Netzwerken und Kurznachrichtendiensten nahezu in Echtzeit bis in abgelegenste Winkel der Welt verbreiten, können an dem Wettbewerb auch Online-Zeitungen teilnehmen.

Mitmachen können übrigens alle Frankfurter Schulen, ob Grund-, Förder- und Berufsschule oder Gymnasium. Einzige Bedingung: Die Veröffentlichung muss im Zeitraum zwischen dem 6. März 2018 und 26. Februar 2019 erfolgt sein.

Mit dem Wettbewerb wird der große Einsatz des journalistischen Nachwuchses gewürdigt. Dieser opfert schließlich für seine Arbeit jede Menge Freizeit. Die Jungredakteure recherchieren Geschichten, tüfteln am Layout oder diskutieren in Redaktionskonferenzen über Themen für die kommende Ausgabe. Rund 30 Schulen reichen jedes Jahr ihre Blätter ein.

Aktualität ist entscheidend

Großen Wert legt die Jury bei ihrer Bewertung auch darauf, dass die Leser ausführlich über das aktuelle Schulgeschehen – etwa Klassenfahrten, Baumaßnahmen oder Aufführungen – informiert werden. Natürlich sollen die Nachwuchsredakteure auch über den eigenen Tellerrand blicken und das aktuelle politische Tagesgeschehen in ihre Berichterstattung einfließen lassen. Wichtig dabei ist eine ausgewogene Mischung aller journalistischen Darstellungsformen: Bericht, Glosse, Reportage sowie Kommentar und Interview sollen bunt gemischt für den Leser verwendet werden. Bei alledem ist auch eine gute Bebilderung nicht zu vernachlässigen.

Bei der Kategorie online legt die Jury ein Hauptaugenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit und die Navigation. Auch die Aktualität der Einträge spielt eine große Rolle. Und schließlich ist natürlich auch die Interaktion mit den Usern und ein übersichtliches Layout nicht unerheblich.

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