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Grünflächen sollen in der Bürostadt auf ihrem Weg zum Wohnquartier trotz der Nachverdichtung mit weiteren Wohnhäusern erhalten bleiben.

Standortinitiative Neues Niederrad

350 Namen für die Bürostadt

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Die Standortinitiative Neues Niederrad ist auf Namenssuche für die Bürostadt – und fragt die Frankfurter. Diese lassen sich nicht lange bitten. 350 Vorschläge stehen nun zur Auswahl.

Mit dieser Resonanz hatten auch die Vertreter der Standortinitiative Neues Niederrad (SINN) nicht gerechnet. Die SINN hatte zum Namensfindungswettbewerb für die Bürostadt aufgerufen, 180 Personen folgten und schickten ihre besten Ideen dazu, unter welchem Namen die Bürostadt sich vom Arbeitsquartier in ein gemischt genutztes Wohnviertel entwickeln soll. Am Freitag vergangener Woche war Einsendeschluss. Insgesamt 350 Namensvorschläge kamen so zusammen. „Ganz ehrlich, auf so viele verschiedene Vorschläge hatte ich auch nicht zu hoffen gewagt“, sagt Detlef Hans Franke von der SINN.

Aber die gute Resonanz zeige, „dass es ein großes Interesse an dem Thema gibt“, sagt Franke. Die Stadt arbeitet seit mehreren Jahren daran, die Bürostadt zum Wohnquartier umzuwandeln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat dieser Prozess im vergangenen Jahr deutlich an Schwung zugelegt. Investoren werden in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro im Quartier verbauen. Zahlreiche Projekte sind bereits angestoßen, einige schon im Bau. Und regelmäßig kommen neue dazu (siehe unten stehenden Artikel).

Spätestens wenn bis zu 6000 Menschen in der Bürostadt wohnen, passt der Name „Bürostadt“ einfach nicht mehr, ist die Standortinitiative überzeugt. Und auch der neue Name, der der Bürostadt in den zurückliegenden Jahren verpasst wurde, nämlich „Lyoner Viertel“, gefällt der SINN nicht. „Das stand ja nie irgendwo an einer Straße“, sagt Franke. Deshalb hat SINN den Wettbewerb zur Findung eines neuen Namens ins Leben gerufen. „Bislang hat man sich noch nie auf einer breiten Basis mit dem Namen beschäftigt.“

Die Vorschläge für den neuen Namen seien bunt gemischt. „Die Frankfurter waren richtig kreativ“, lobt Franke. Die Einreichungen stammen nach Angaben der SINN aus der Bürostadt selbst, aus den benachbarten Stadtteilen, aber auch aus dem Rest Frankfurts. Und auch von außerhalb seien Ideen gekommen. In den kommenden Tagen soll die siebenköpfige Jury, bestehend aus Medienvertretern und Fachleuten, eine Vorauswahl aus den 350 Vorschlägen treffen. „Wir müssen diese Flut auf eine überschaubare Größe reduzieren. Etwa 21 Vorschläge, vielleicht ein paar mehr oder weniger, werden da übrig bleiben.“ Diese werden dann Ende der Woche in einer gemeinsamen Jurysitzung noch einmal gesichtet. Schließlich sollen drei Ideen übrig bleiben, die als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen. „Die werden wir dann dem Ortsvorsteher Christian Becker präsentieren“, erklärt Franke das weitere Vorgehen. Am Freitag sollen die drei Gewinner-Vorschläge offiziell bekanntgegeben werden.

Wirklich entscheiden kann die SINN allerdings nicht über den Namen, den die Bürostadt künftig tragen soll. Dieses Recht obliegt dem Ortsbeirat 5, der für Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad zuständig ist. Und ohnehin gibt es auch Stimmen in der Stadt, die sich dafür aussprechen, den Namen „Lyoner Viertel“ beizubehalten und mit der Gestaltung des Quartiers mit Leben zu füllen. In einer der kommenden Sitzungen des Stadtteilparlaments könnte über den Namen entschieden werden. „Aber Hektik ist nicht angebracht“, sagt Franke.

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