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Neuauflage am Schaumainkai - aber nur halb so groß wie früher

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Von: Alexandra Flieth

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Nur halb so groß wie früher, dafür wieder am alten, beliebten Standort: Der Flohmarkt kehrt an den Schaumainkai zurück. Bereits am 7. Mai gibt es wieder Nippes am südlichen Flussufer.
Nur halb so groß wie früher, dafür wieder am alten, beliebten Standort: Der Flohmarkt kehrt an den Schaumainkai zurück. Bereits am 7. Mai gibt es wieder Nippes am südlichen Flussufer. © Hamerski

Los gehen soll es bereits am Samstag, 7. Mai - dann im Zwei-Wochen-Takt

Seit ein paar Wochen schon brodelt die Gerüchteküche: der Frankfurter Flohmarkt soll zurückkehren an den Schaumainkai. Es war das Thema Nummer eins unter Ausstellern und Besuchern auf dem vergangenen Flohmarkt in der Lindleystraße im Ostend. Und sie sind sich einig: Es wäre toll, wenn dem Gerücht auch Taten folgen würden. An keinem Ort in der Stadt habe der Flohmarkt so viel Atmosphäre wie am Sachsenhäuser Mainufer, lautet der einhellige Tenor. Nun ist es offiziell, das Wirtschaftsdezernat hat es auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigt: Bereits am Samstag, 7. Mai, soll der Flohmarkt an den Schaumainkai zurückkehren, wie bisher im 14-tägigen Rhythmus, jedoch in abgewandelter Form.

Nur noch halb so groß

Konkret bedeutet dies, dass die Flohmarktfläche wesentlich kleiner ausfallen wird als bisher. Zog sich der Flohmarkt vor der probeweisen Sperrung des Mainkais und seiner damit verbundenen Verlegung an das nördliche Mainufer noch vom Eisernen Steg bis zum Holbeinsteg, lediglich unterbrochen durch die Schweizer Straße, soll der Markt künftig nur noch von der Untermainbrücke bis zum Holbeinsteg verlaufen. "Es ist eine Reduzierung von ehemals 2200 Metern auf rund 1000 Meter", sagt Michael Lorenz, Prokurist der städtischen HFM Management Gesellschaft für Hafen und Markt, der Betreiberin des Flohmarktes. Der Verlauf auf dieser Fläche bleibe aber so, wie er auch früher schon war, fügt er hinzu. Parkmöglichkeiten für die Aussteller würden dann ab Holbeinsteg bis in Höhe der Friedensbrücke zur Verfügung stehen.

Die Rückkehr des Flohmarkts an den Schaumainkai war vor wenigen Wochen Thema im Ortsbeirat 5 (u.a. Sachsenhausen). Dort nämlich hatten Vertreter von SPD und FDP in einem gemeinsamen Antrag an den Magistrat angeregt, den Flohmarkt in regelmäßigen Abständen wieder am Sachsenhäuser Mainufer durchzuführen und ein tragfähiges Verkehrskonzept gefordert, welches auch veranstaltungsbedingte Sperrungen des Schaumainkai mit berücksichtige - mit Blick auf eine mögliche erneute Sperrung des Mainkais. Parteiübergreifend hat der Ortsbeirat 5 im März diesen Antrag einstimmig angenommen. "Für uns stand fest, dass der Flohmarkt nicht für immer aus Sachsenhausen verschwinden soll, sondern lediglich nur für die probeweise Sperrung des Mainkai dort pausiert", sagt Ortsbeiratsmitglied Dr. Jan Binger (SPD). Die diskutierte erneute Sperrung des nördlichen Mainkais erfordere zudem ein Verkehrskonzept, das dies berücksichtige und Sachsenhausen dann auch vom Verkehr entlaste.

Viele Bürger wünschten sich den Markt zurück

"Viele Menschen wünschen sich den Flohmarkt wieder zurück nach Sachsenhausen", weiß auch Michael Lorenz. Der nun gefundene Kompromiss soll es möglich machen. Indem die Standfläche verringert werde, solle der Verkehr an Markttagen weiterhin fließen, so die Idee. "Die dem Mainkai gegenüberliegende Seite wird daher künftig nicht mehr bespielt, um sie für den Verkehr offen zu lassen", erklärt es Michael Lorenz. Diesem Kompromiss ging ein kurzfristig anberaumter Ortstermin mit den beteiligten Akteuren voraus.

"Ich freue mich, dass der Flohmarkt wieder nach Sachsenhausen zurückkommt", sagt Binger. Es sei ein gewachsener Flohmarkt, der von vielen Menschen sehr gut angenommen werde und eine tolle Atmosphäre habe. Ansonsten bleibe das Verkehrskonzept abzuwarten, das dann hoffentlich im Falle einer erneuten Sperrung des Mainkai auch den Süden entlaste und dort trotzdem weiterhin Veranstaltungen wie den Flohmarkt oder das Schweizer Straßenfest möglich mache. "Wichtig ist, dass eine vernünftige Lösung für alle gefunden wird."

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