1. Startseite
  2. Frankfurt

Neuauflage soll in Mode kommen

Erstellt:

Von: Enrico Sauda

Kommentare

Paulinus Fung Menglü ist ein Graffiti-Fashion-Designer und besprüht hier bei der Pressekonferenz im Garten des Karmeliterklosters Klamotten.
Paulinus Fung Menglü ist ein Graffiti-Fashion-Designer und besprüht hier bei der Pressekonferenz im Garten des Karmeliterklosters Klamotten. © Enrico Sauda

Vom 20. bis 26. Juni sind in Frankfurt die Laufstege geöffnet

Vom 20. bis zum 26. Juni macht Frankfurt bei der Fashion Week groß in Mode. Nach dem Rückzug Anfang des Jahres der Premium Group, einer der wichtigsten Veranstalter der deutschen Modebranche, übernimmt jetzt die Wirtschaftsförderung das Ruder. Erste Details gab's gestern bei einer Pressekonferenz im Karmeliterkloster von Sevinc Yerli , Initiatorin der Frankfurt Fashion Lounge, und Oliver Schwebel , Chef der Wirtschaftsförderung. "Unser Fokus liegt auf der Stadt", betonte Schwebel. Es werde in der Innenstadt, aber auch in den Stadtteilen entsprechende Aktivitäten geben.

"Wir haben eine Ausschreibung gemacht für Aktivitäten während der Fashion Week und mehr als 30 tolle Bewerbungen bekommen mit unterschiedlichen Konzepten", so Schwebel. Die Einreichungen würden derzeit ausgewertet. Gelinge es im Juni, aus der Fashion Week eine positive Geschichte zu machen, gebe es 2023 auch wieder etwas zu berichten. Allein der hiesigen Branche wegen sei es aber wichtig, die Veranstaltung durchzuziehen. "Und es wird mehr sein als es im Januar war und es wird deutlich mehr sein als das, was wir im vergangenen Jahr erlebt haben", kündigte Schwebel an. Einer Stadt wie Frankfurt stehe die Fashion Week gut zu Gesicht. Ein Teil der Außenwirkung sei auch ein tolles Shopping- und Mode-Erlebnis in der Stadt.

"Deshalb gab es niemals die Option zu sagen, dass wir nicht weitermachen. Das geht nicht", betonte Tywron Vincent , Showproduzent der Frankfurt Fashion Lounge, die auch bei den vergangenen zwei Ausgaben der Fashion Week mit ihren Veranstaltungen und Catwalks für Aufsehen gesorgt hatte. "Wir hatten die Berliner zu Gast und wir hatten zwei Jahre Corona - das war nervig", kommentiert Vincent, dass die Premium Group sich nach Berlin verabschiedet hat. "Das heißt nicht, dass wir nicht nochmal einen Anlauf nehmen können. Das heißt nicht, dass die Motivation schlechter ist. Das heißt: Wir müssen alles von vorn beginnen. Aber alle wollen es machen und wichtig ist, dass alle, die daran beteiligt sind, zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen", macht er klar.

Die Zeil - von Konstablerwache bis Alte Oper - sei so wichtig, dass das Thema Mode behandelt werden müsse. Es herrsche nicht nur Nachfrage von Seiten lokaler Modeschöpfer und Designer, sondern auch aus Berlin, Paris oder Düsseldorf riefen Modemacher an. "Wir müssen die lokalen Designer aufbauen und wachsen lassen, um so eine Basis zu schaffen", meint Sevinc Yerli . Mit der Frankfurt Fashion Lounge wolle man die strategische Neuausrichtung der Fashion Week unterstützen. "Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Goethestraße auch im Luxus-Sektor die Nummer eins ist", sagt Yerli und meint damit bundesweit.

Sie stehe seit vielen Wochen schon mit national bekannten Designern in Kontakt, die die Frankfurter Fashion Week unter die Lupe nehmen wollen. Das sei ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg sei. "Wenn wir in diesem Jahr und in dieser Stadt den Begriff ,Fashion Week' neu definieren - er darf kommerzieller sein und in Richtung der Endverbraucher sowie der lokalen Designer gedacht sein - dann entsteht etwas, das niemand von uns so erwartet." es

Auch interessant

Kommentare