Anna Chkebelski und Carsten Weber probieren die Eignung der Fläche als Tanzparkett, während die Kunstradfahrer Daniel Andrés Hecktor und Isa Günkel (hinten) vom Radfahrerverein Germania Tempo Höchst zeigen, dass sie auch zum Kunstradfahren taugt.
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Anna Chkebelski und Carsten Weber probieren die Eignung der Fläche als Tanzparkett, während die Kunstradfahrer Daniel Andrés Hecktor und Isa Günkel (hinten) vom Radfahrerverein Germania Tempo Höchst zeigen, dass sie auch zum Kunstradfahren taugt.

Übergabe

Neue Aktionsfläche lockt ans Mainufer

  • Holger Vonhof
    vonHolger Vonhof
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Ein neugeschaffenes Areal soll Vereinen, Freizeitsportlern und Gruppen eine Bühne bieten.

Frankfurt - So ein richtig guter Zeitpunkt ist es zugegebenermaßen nicht für die Übergabe der neuen Aktionsfläche am Mainufer, aber nun ist sie halt einmal fertig. Eigentlich hatte sie schon im vergangenen Jahr zum Schlossfest zusammen mit der neuen Skater-Bahn unter der Leunabrücke eingeweiht werden sollen, doch war bis zum Festbeginn noch nicht einmal mit ihrem Bau begonnen worden. Dann sollte es im März sein, doch da kam Corona. Dieses Jahr gibt's nun kein Schlossfest, aber zumindest die Aktionsfläche ist da.

Was bisher am Höchster Mainufer fehlte, war eine feste Fläche für kleinere Veranstaltungen und Aktionen. Die Idee stammt vom fraktionslosen Ortsbeirat Uwe Eisenmann, der am Dienstag seine letzte Ortsbeiratssitzung hatte - er zieht in den Hohen Norden.

Umsetzung hat gute drei Jahre gedauert

Beantragt hatte er die Fläche schon 2018 als Fläche für Kindergärten, Schulen, Theatergruppen, Yoga-Praktizierende, Tai-Chi-Übende oder Tänzer. Ihm schwebte eine feste, überfahrbare Fläche aus Natursteinplatten vor, die auf unterschiedlichste Weise genutzt werden kann. Es solle eine stationäre und eben keine Bühne sein, die man mit ehrenamtlichen Kräften aus den Vereinen auf- und abbauen oder im Winter einlagern muss, und überfahrbar sollte sie sein, weil dort üblicherweise zur Schlossfest-Kerb Grillbuden stehen.

Das Stadtplanungsamt und das Stadtteilmanagement der NHW-Marke Projektstadt haben die Idee im Zuge des Förderprogramms Innenstadt Höchst weiterentwickelt und das Grünflächenamt hat sie jetzt umgesetzt - neben der Boule-Bahn zwischen dem Ochsenturm und dem Spielplatz am Schlossgraben. Am FReitagnachmittag ist die 4,75 mal 12 Meter große, mit Pflastersteinen gerahmte Betonfläche offiziell übergeben worden. Nun liegt es an Vereinen und Gruppen, sie mit Leben zu füllen - getreu dem Werbespruch "Beton - es kommt drauf an, was man draus macht".

Die Fläche soll neue Impulse setzen

"Eine solche Sommeraktionsfläche kann für eine weitere Belebung des Mainufers und somit auch für das Förderziel, die zentralen Funktionen der Innenstadt Höchst zu stärken, wichtige Impulse setzen", glaubt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Er, Jürgen Schmitt, der Leiter des Projektstadt-Stadtteilbüros in der Bolongarostraße, und andere Beteiligte hielten das Transparent, während die Kunstradfahrer Daniel Andrés Hecktor und Isa Günkel vom Radfahrerverein Germania Tempo Höchst Kunststücke zeigten und Anna Chkebelski und Carsten Weber vom "Verein zur Förderung und Pflege der Tanzkultur" die Nutzung der Fläche als Tanzparkett erprobten. Der Verein betreibt auch seit einigen Jahren den Tanzboden zum Altstadtfest auf dem Justinusplatz, der jedes Jahr Tausende anzieht. Mit der neuen Aktionsfläche sollen Aufführungen und Darbietungen nun auch am Mainufer möglich werden - allerdings zumindest in diesem Jahr nicht als Teil des Schlossfest-Programms.

Die Fläche soll in Zukunft von Interessierten auch spontan bespielt werden können, es sei denn, sie ist für eine Veranstaltung reserviert. Reservieren lassen kann man sie beim Stadtteilbüro, Bolongarostraße 135, Telefon (0 69) 212-4 08 02. Dort will man nun auch überlegen, ob die 40 000 Euro teure Betonplatte bunt gestaltet werden kann, vielleicht in einem Wettbewerb. Denn ihre hellgraue Reinheit, so viel ist sicher, wird sie nicht lange behalten. Holger Vonhof

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