In Frankfurt steigt die Inzidenz. Die Regel-Situation ist unklar. 
+
In Frankfurt steigt die Inzidenz. Die Regel-Situation ist unklar. 

Pandemie

Corona in Frankfurt: Welche Regeln seit heute gelten

In Hessen gilt seit Donnerstag (19.08.2021) eine neue Corona-Verordnung. Wie ist die Lage in Frankfurt? 

Frankfurt - In Hessen* hat das Corona-Kabinett neue Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefasst. Tarek Al-Wazir, Stellvertretender Ministerpräsident, gab die neue Corona-Verordnung im Landtag in Wiesbaden bekannt. Diese neue Verordnung ist ab Donnerstag, den 19. August, gültig. „Angesichts kontinuierlich steigender Infektionszahlen bleiben Abstands- und Hygieneregeln für alle weiter wichtig“, so Al-Wazir.

Ergänzend dazu hat Frankfurt die Regeln angepasst und die inzwischen siebte Allgemeinverfügung in Vollzug gesetzt. Diese ist ab Freitag (20.08.2021) gültig. Das bedeutet einige neue Regeln für Frankfurt – die teilweise noch über die Regeln in Hessen hinaus gehen.

Corona in Frankfurt: Neue Regeln beschlossen

„Der hessische Weg des Eskalationskonzepts hat sich in der Pandemie bislang sehr gut bewährt, denn er ermöglicht es den Kommunen, auf lokale Infektionsausbrüche und Besonderheiten gezielt zu reagieren“, sagte Tarek Al Wazir. Nicht-Geimpfte müssen sich weiter testen lassen. Man wolle sich weiter am Corona-Infektionsgeschehen vor Ort orientieren, also bleibe die Inzidenz ein wesentlicher Faktor, ergänzte der stellvertretende hessische Ministerpräsident.

Konkret bedeutet das: Wer in Frankfurt gegen das Coronavirus geimpft ist oder eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat, wird bei Veranstaltungen mit Personenbegrenzungen nicht mitgezählt. Für Menschen, die zu diesen beiden Gruppen zählen, gilt auch keine Testpflicht. Sie müssen jedoch weiterhin die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln beachten und zum Beispiel eine Maske tragen. Nach Reisen oder Kontakt zu einem Infizierten besteht für sie keine Quarantänepflicht mehr. Ausgenommen davon ist die Rückkehr aus einem Virusvarianten-Gebiet oder der Kontakt mit einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante.

Corona in Frankfurt: Negativ-Nachweis bei Veranstaltungen nötig

Zusammenkünfte mit mehr als 25 Personen bleiben zulässig, dafür wird bei solchen Veranstaltungen ein Negativ-Nachweis erbracht werden. Die Obergrenze für Zusammenkünfte wird allerdings auf maximal 250 Teilnehmer in Innenräumen und 500 Teilnehmern im Außenbereich reduziert. Größere Veranstaltungen brauchen eine Genehmigung der Behörden. Bei der Teilnehmerobergrenze zählen Geimpfte und Genesene nicht mit.

Die Pflicht zum Negativ-Nachweis gilt des weiteren beim Einlass in Einrichtungen der Behindertenhilfe, bei Messen und Kulturangeboten. Außerdem wird sie verpflichtend in der Innengastronomie und bei körpernahen Dienstleistungen.

Corona in Frankfurt: Diskobesuche in Innenräumen möglich

Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen. Unabhängig von der Inzidenz bekommen grundsätzlich neben Geimpften und Genesenen nur Menschen Einlass, die einen negativen PCR-Coronatest vorweisen können. Ein üblicher Schnelltest oder Bürgertest reicht nicht aus. Zudem gilt in Discos und Clubs Maskenpflicht sowie die Vorgabe, dass es fünf Quadratmeter Platz pro Gast geben muss. Bislang konnten solche Tanzlokale nur ihren Außenbereich öffnen. Eine maximale Gästezahl soll es laut den neuen Regeln nicht geben. 

Corona und Schule in Frankfurt: Drei Tests in der Woche 

In den ersten beiden Wochen des Schuljahrs solle die Testfrequenz erhöht werden. Schüler sollen pro Woche dreimal getestet werden - ab der dritten Woche wieder zweimal. Die Maskenpflicht am Sitzplatz wird wieder eingeführt. Das Testsystem bleibt bestehen. 

Corona-Regeln in Frankfurt: Neues zu Sportveranstaltungen

In Fußballstadien und bei anderen Sportveranstaltungen mit mehr als 5.000 Zuschauern sollen maximal 50 Prozent der Plätze besetzt werden dürfen. Die Anzahl der Zuschauer soll bei allerhöchstens 25.000 liegen.

Corona in Frankfurt: Diese Regeln gelten in den verschiedenen Inzidenzstufen 

  • Ab einer Inzidenz von 35:
  • Ab sofort gilt die 3G-Regel in Innenräumen aller Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Sportstätten und körpernahen Dienstleistungen (d.h. auch beim Friseur) sowie beim Besuch von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene Hotelgäste müssen bei Anreise und danach zweimal wöchentlich einen Negativnachweis vorlegen.
  • Ab einer Inzidenz von 50:
  • Veranstaltungen im Freien dürfen mit bis zu 500 Personen stattfinden (vorher 200). In Innenräumen dürfen bis zu 250 Personen (vorher 100) teilnehmen. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt. In Gedrängesituationen ist weiterhin eine medizinische Maske zu tragen.
  • Ab einer Inzidenz von 100:
  • Es gilt die 3G-Regel in Freizeit- und Kultureinrichtungen, außerdem beim Amateursport sowie zusätzlich neben der Innen- auch in der Außengastronomie.
  • Im Einzelhandel müssen die Vorgaben zur Personenzahl pro Quadratmeter eingehalten werden (auf die ersten 800 qm 1 Kunde pro 10 qm.)
  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet (Schule am Sitzplatz, FFP2 für Personal in Alten- und Pflegeheimen, bei körpernahen Dienstleistungen sowie im Öffentlichen Nahverkehr)
  • Veranstaltungen mit mehr als 200 bzw. 100 Teilnehmern (zzgl. Geimpfte + Genesene) sind genehmigungspflichtig.
  • Es besteht eine generelle Empfehlung zum Homeoffice.
  • 10-Personen-Kontaktbeschränkung für Nicht-Geimpfte bzw. Nicht-Genesene.

*fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare