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Schulleiterin Christine Georg und Baudezernent Jan Schneider stellen die neuen Fachräume der Schule am Mainbogen vor. foto: Hamerski

Fechenheim: Wasserschaden

Neue Fachräume sind endlich fertig

  • vonFriedrich Reinhardt
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Schule am Mainbogen hat mehrere Baustellen

Einen "Schaden der Superlative" nennt Baudezernent Jan Schneider (CDU) den Wasserschaden in der Schule am Mainbogen. Im Oktober 2018 war im zweiten Obergeschoss ein Ventil geplatzt. Über das Wochenende lief das Wasser unbemerkt bis hinunter in die Mensa im Erdgeschoss. Naturwissenschaftliche Fachräume, Klassenzimmer und die Mensa wurden so samt ihrer Ausstattung unbrauchbar. Zwei Millionen Euro hat die Sanierung die Stadt gekostet, nur einen Teil davon übernimmt die Versicherung.

Die Arbeiten sind fast abgeschlossen. Es ist aber nicht das einzige Bauprojekt auf dem Schulgelände. Auch wird die Schule mit einem Holzmodulbau erweitert, den sie sich mit der Freiligrathschule teilen wird. Der Schulhof wird neu gestaltet und der Turnhalle steht eine Sanierung oder ein Neubau bevor.

Die Sanierung nach dem Wasserschaden

Nach dem Wasserschaden begannen für die Schulgemeinde zwei schwierige Jahre. Die Klassen 8 bis 10 mussten auf das Gebäude der ehemaligen Freien Christlichen Schule in der Jakobsbrunnenstraße ausweichen, "das selbst hätte saniert werden müssen", wie Hausverwalter Binyam Goitom sagt. Er musste fortan zwei Gebäude verwalten, instand halten und mit dem Rad zwischen den Standorten pendeln, während unzählige Handwerker sich mit ihm abstimmen mussten, erzählt er.

Auch für die 82 Lehrkräfte und Pädagogen sei es anstrengend gewesen, zwischen den Standorten zu wechseln, sagt Schulleiterin Georg. Gleichzeitig mussten die Fachlehrer über die neue Ausstattung entscheiden. "Das ging an die Substanz", sagt Georg. Dass die Schule dennoch den Schulpreis von "Jugend forscht" gewann und als "Mint-freundliche-Schule" ausgezeichnet wurde, mache Georg umso stolzer. Die Mensa und Klassenräume sind nun fertig saniert. Nur in der Mensaküche werde noch gearbeitet. Die Schulleiterin rechnet mit acht bis zehn Wochen, bis auch dort alles fertig ist.

Planungen für die neue Turnhalle beginnen

Anfang November erhielt das Amt für Bau und Immobilien den Auftrag, mit den Planungen für die neue Turnhalle zu beginnen, sagt Günter Murr, Sprecher des Baudezernats. So könnten nun die Vorplanungen beginnen. Dazu gehörten etwa Untersuchungen, die zeigen würden, ob eine Sanierung oder ein Neubau zu bevorzugen wäre. Realistisch sei laut Murr eine Fertigstellung bis 2023. Im Februar hatte der Haupt- und Finanzausschuss 679 000 Euro für die Planungen freigegeben. Seither seien "verschiedene weitere Vorgehensweisen bezüglich möglicher Synergieeffekte geprüft worden, von denen keine wirtschaftlich tragbar ist", heißt es aus dem Bildungsdezernat.

Ein Erweiterungsbau um 20 Klassenzimmer

Auf dem Schulgelände hat die Stadt Anfang September ein Holzmodulgebäude aufgestellt, das zuvor in Sindlingen von der Ludwig-Weber-Schule genutzt wurde. Nun läuft der Innenausbau. "Ich rechne damit, dass wir ab Februar die Räume nutzen können", sagt Schulleiterin Georg. Die Erweiterung ist notwendig. Die Gesamtschule ist rasant gewachsen. Als Georg 2013 an die Schule kam, besuchten 385 Schüler die Schule. Heute seien es 672, sagt die Schulleiterin. Fachräume, die etwa für Physik- oder Chemieunterricht vorgesehen waren, mussten vor dem Wasserschaden als Klassenräume genutzt werden. "Schüler können Fachräume nicht gestalten, weil das mit dem Brandschutz nicht vereinbar ist", erklärt Georg. Pädagogisch sei das aber wichtig. Mit dem Holzmodulbau bekomme die Schule mehr Klassenzimmer, Kunsträume, Musikräume, eine Bibliothek und ein Spielzimmer.

Schulhof wird neu gestaltet

Sind die Arbeiten an dem Holzmodulbau abgeschlossen, beginne die Neugestaltung des Schulhofes. Bäume werden gepflanzt, sagt Georg, ein kleines Fußballfeld kommt auf den Hof und ein Atrium mit einer Bühne. Dort können Schüler im Sommer draußen unterrichtet werden und Theatergruppen proben. In der Turnhalle sind etwa die Lüftung veraltet und die Sanitäranlagen müssten häufig repariert werden, sagt Hauswart Goitom.

Friedrich Reinhardt

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