Zwei weitere Umwandlungsprojekte in Niederrad geplant

Neue Nutzung für Büros

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Die Umwandlung von Büros in Wohnungen in der Bürostadt Niederrad nimmt Fahrt auf. Für zwei weitere Hochhäuser ist eine neue Nutzung geplant.

Als vor einigen Jahren die Idee aufkam, leerstehende Hochhäuser in der Bürostadt Niederrad in Wohnungen umzubauen, war die Skepsis zunächst groß. Lange gab es nur ein einziges Vorzeigeprojekt. Doch mittlerweile wächst das Interesse der Investoren rasant. Mehr als 3000 Wohnungen sind nach Angaben der Standortinitiative Neues Niederrad (SINN) derzeit in Bau oder geplant.

Das jüngste Umwandlungsobjekt ist das elfgeschossige Bürogebäude Lyoner Straße 11. Es wurde für einen zweistelligen Millionenbetrag an ein Investorenkonsortium verkauft. „Das Gebäude ist für eine Umnutzung prädestiniert“, meint Alexander Hubbard-Ford vom Maklerunternehmen Dr. Lübke & Kelber. „Der vorhandene Grundriss eignet sich für eine Umwandlung, ohne dass nennenswerte Flächenverluste in Kauf genommen werden müssten.“ Außerdem habe sich das einstmals reine Gewerbegebiet der Bürostadt mittlerweile als Misch- und Wohngebiet etabliert.

Zu den genauen Plänen machte der neue Eigentümer keine Angaben. In einer früheren Planung waren 270 zum Teil möblierte Wohnungen vorgesehen. Das Bürogebäude mit Ladenzeile im Erdgeschoss wurde 1972 errichtet und im vergangenen Jahr unter Denkmalschutz gestellt. „Wir freuen uns, dass es weitergeht“, kommentierte SINN-Geschäftsführer Detlef Franke die Pläne. „Es wird in diesem Jahr einen Riesen-Schwung für Niederrad geben“, prophezeit er.

Tatsächlich stehen schon weitere Projekte in den Startlöchern. Die Wohnungsbaugesellschaft GWH hat das 20-geschossige Hochhaus Lyoner Straße 38–40 gekauft. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen mit der Entkernung beginnen und 151 frei finanzierte Wohnungen bauen. 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Mit gekauft hat die GWH außerdem ein benachbartes, rund 11 000 Quadratmeter großes Grundstück. Auf diesem sollen ab Herbst 2018 bis zu 200 Eigentumswohnungen entstehen.

Um Neubau geht es auch beim Grundstück Hahnstraße 46–60. Dieses hat das Düsseldorfer Unternehmen BPD von einem Projektentwickler erworben. Dieser hatte drei achtgeschossige Mehrfamilienhäuser mit 120 Wohnungen geplant. Offen ist, ob die Pläne in dieser Form weiterverfolgt werden.

(mu)

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