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Neue Pläne fürs Riedbad

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Von: Thomas J. Schmidt

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So soll das Riedbad aussehen, wenn die Bauarbeiten im Juli 2023 abgeschlossen sind.
So soll das Riedbad aussehen, wenn die Bauarbeiten im Juli 2023 abgeschlossen sind. © Bäderbetriebe Frankfurt

Nach 50 Jahren ist es Zeit für einen Neubau

50 Jahre alt ist das Riedbad in Bergen-Enkheim. Mit seinem Sportbecken von 50 Metern Länge, seinem Spaßbad mit Rutschen und Sprungmöglichkeiten, seiner Sauna ist es eine Attraktion in Frankfurts Osten. Schulklassen aus vielen Stadtteilen kommen hierher, seit 50 Jahren schon. Jetzt ist Zeit für eine Sanierung - teilweise sogar ein Neubau. Das kündigte Boris Zielinski an, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt (BBF), der selbst, wie er in der Sitzung des Ortsbeirats 16 (Bergen-Enkheim) bekannte, gern in diesem Bad schwimmen geht.

"Wir haben ein Budget von 15 Millionen Euro", sagte er. Geplant ist Folgendes: Es soll nach Ende der Sommersaison im September ein komplett neues Freibad errichtet werden. Die Wasserfläche bleibt gleich, die Becken werden etwas anders eingeteilt: Es gibt, wie bislang, ein 50-Meter-Schwimmerbecken, jedoch daneben ein Nichtschwimmerbecken, ein Lehrbecken für Nichtschwimmer und ein Spaßbad. Alle vier Becken werden mit Edelstahl statt mit Kacheln ausgekleidet. Auch die Sanitäranlagen, Umkleiden und alles andere sollen am bestehenden Standort neu errichtet werden. Mit Solarzellen und energetischen Erneuerungen soll das neue Bad auch ökologisch besser abschneiden als das alte. Die Architekten Geisling und Böker, die auch für das Rebstockbad verantwortlich sind, haben die Pläne entworfen.

Baugenehmigung ist bereits beantragt

"Wir haben die Baugenehmigung beantragt", sagte Zielinski, "und bereiten die Vergabe vor." Im Idealfall gehen die Bauarbeiten im September los und enden nach neun Monaten, so dass im Juli 2023 wieder geöffnet werden könnte. Wenn alles gut läuft.

Wenn es denn überhaupt läuft. Denn eine große Frage steht vor den Bauarbeiten. Es ist die Frage, ob die BBF im Vergabeverfahren erfolgreich ist, ob sich also überhaupt Bauunternehmen um den Job bewerben, und ob die Preise, die sie verlangen, nicht zu hoch sein werden. Zur Sitzung des Ortsbeirats 16 (Bergen-Enkheim) hatte Zielinski zwei große Aktenordner mitgebracht. "Das sind alleine die Ausschreibungsunterlagen für eines von mehreren Gewerken, die benötigt werden", sagte er. Aber: "Die Kommunen hatten in den vergangenen Monaten große Schwierigkeiten, überhaupt geeignete Firmen zu finden", schränkte Zielinski die Hoffnungen ein. "Wenn es keine attraktiven Angebote gibt, werden wir es nicht umsetzen. Wenn die Kosten ins Uferlose laufen, wird das Ganze geschoben. Was uns angeht, wollen wir es zumindest probieren."

Es gab eine Reihe von Fragen, die erste von Ortsvorsteherin Dr. Alexandra Weizel (WBE). "Werden wir das alte Bad weiter nutzen können, wenn der Umbau sich verschiebt?" "Ja", versicherte Zielinski, "wir können das alte Bad noch weiterbetreiben." Auch die Traglufthalle werde in Betrieb bleiben, beantwortete er eine weitere Frage. Somit gebe es auch im neuen Bad einen Hallenbetrieb im Winter.

Günther Kraus, Fraktionsvorsitzender der Mehrheitsfraktion WBE (Wir Bergen-Enkheimer), wollte wissen, ob angesichts der schlechten Erfahrungen mit dem Bauverkehr in der Barbarossastraße die Frage der Andienung der Baustelle geklärt sei. Boris Zielinski antwortete, dass dieses Problem bekannt sei: "Wir werden alles versuchen, was möglich ist."

Ein Bürger wollte wissen, ob das Spaßbad nicht zu klein werde, wenn auf derselben Wasserfläche vier statt drei Becken entstehen. Zielinski zufolge könne das Lehrbecken als ganz normaler Teil des Spaßbades genutzt werden, wenn kein Schwimmunterricht stattfinde: Die Situation bleibe also unverändert. tjs

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