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Das neue „Tor nach Fechenheim“

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Feste bringen Menschen zusammen, sie festigen die Gemeinschaft im Stadtteil. An der Zufahrt nach Fechenheim, an der Straße Alt-Fechenheim, begrüßen deshalb bald sechs großformatige Bilder von Festen im Stadtteil die Besucher.

Farbenfroh und ausdrucksstark sollen die Bilder sein, die künftig die Zufahrt nach Fechenheim zieren, erklärt Uli Schlittgen. Sie sollten die Stimmung wiedergeben, jenes Gemeinschaftsgefühl, das sich in den zahlreichen Festen im Stadtteil manifestiert. Seit drei Jahren begrüßen in der Straße Alt-Fechenheim, nahe der Mainkur, sechs große Foto-Plakate aus dem Stadtteil die Besucher. Der Fechenheimer Fotograf Schlittgen ist nun eines von sechs Jurymitgliedern beim Fotowettbewerb des Vereins Polymer FM. Ihre Aufgabe: Aus Fotos von Fechenheimer Festen sechs neue Bilder für das „Tor nach Fechenheim“ auswählen.

Seit gestern steht nun fest, welche Motive die wichtigste Zufahrt zum alten Fechenheimer Ortskern künftig zieren. Auf große Planen sollen die Fotos gedruckt werden, 3,3 Meter hoch und 3,8 Meter breit. Aufgehängt in einer langen Reihe, sollen sie die Rad- und Autofahrer, aber auch die Fahrgäste der Straßenbahn begrüßen, die von der Hanauer Landstraße kommend am Allessa-Areal entlang fahren.

Als erstes Bild ist künftig ein Foto des Antagon-Theaters aus einer seiner „Bodylab“-Veranstaltungen zu sehen: Zwei schattenhafte Figuren vor einem blau-gelbem Hintergrund. Auch zwei Motive vom Weihnachtsmarkt sind dabei: Zum einen zwei aus Eis geschnitzte Herzen, zum anderen ein Bild von den Ständen und geschmückten Weihnachtsbäumen auf dem schneebedeckten Linneplatz. Auch das Straßenfest in der Dietesheimer Straße ist doppelt vertreten, mit einem riesigen bunten Tuch und mit trommelnden Kinder. Als sechstes Motiv ist das Fischerfest zu sehen.

Ganz bewusst hatte sich der Fotowettbewerb an Menschen gewandt, die im Stadtteil verwurzelt sind, die „hier leben oder arbeiten“, sagt die Polymer FM-Vorsitzende und -Gründerin, Sabine Lauer. Der Verein will mit dem Bildern die Vielfalt des Stadtteils zeigen. Neben dem Linne- und Fischerfest konnten daher auch Bilder von kleineren Festen wie einem Kindergarten- oder Vereinsfest und auch Fotos aus früheren Jahren eingereicht werden“, sagt Michaela Kriewitz, ebenfalls vom Verein Polymer FM.

Neben Sabine Lauer und Uli Schlittgen gehören der Jury auch Joachim Heinzelmann als Vertreter des Besitzers der Wand, der Allessa GmbH, sowie SPD-Ortsbeirat Jan Klingelhöfer und die Fechenheimer Ursula Bernhardt und Wilke Bitter an. Neun Fotografen hatten 22 Bilder für den Wettbewerb eingereicht.

Dass am Ende zwei Feste mit jeweils zwei Bildern vertreten seien, liege daran, dass die Jury nicht wusste, wo und von wem die Aufnahmen gemacht wurden, sagt Lauer. Aufgehängt werden die neuen, aus PVC gefertigten Foto-Plakate, im September oder Oktober. Dann werden bei einem kleinen Fest auch die Fotografen als Sieger des Wettbewerbs geehrt, erklärt Kriewitz. Aus den dann abgehängten alten Bildern, die Sabine Lauer selbst im Stadtteil geschossen hatte, entstehen Umhängetaschen. Die werden beim Stadtteilsonntag am 20. September vorgestellt und dann auch verkauft. Wie die sechs Stadtteilmotive, sollen auch die Taschen zu einem positiven Image des Stadtteils beitragen.

„Dieses Projekt an einem unserer Gebäude gefällt uns gut“, sagt Heinzelmann. Es bringt ein positives Images, genau daran arbeiten auch wir mit.“ Das „Tor nach Fechenheim“ werde sicherlich nicht das letzte Kunstprojekt sein, an dem sich das Unternehmen beteilige.“ Das Unternehmen stellt nicht nur die Wand für das „Tor nach Fechenheim“ zur Verfügung, sondern befestigt sie auch und zahlt den Strom für die Beleuchtung.

Die Idee, mit Bildern aus dem Stadtteil das „Tor“ zu schaffen, entwickelte der Verein Polymer FM 2011, die Bilder hingen im Sommer 2012. Schon damals war klar, dass die Bilder nicht für immer hier hängen sollten: Um die Bürger einzubinden in die Gestaltung des Stadtteils, sollten sie selbst die nächsten sechs Motive auswählen. Diese Idee wurde mit dem Fotowettbewerb nun umgesetzt.

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