1. Startseite
  2. Frankfurt

Neue Trenddroge: Frankfurter Jugendliche konsumieren so viel Lachgas wie nie zuvor

Kommentare

Der Konsum von Lachgas unter Jugendlichen ist in Frankfurt einer Studie zufolge so hoch wie nie zuvor. Gesundheitsdezernentin Voitl lehnt ein Verbot ab.

Frankfurt – Der Konsum von Lachgas unter Jugendlichen ist in Frankfurt einer Studie zufolge so hoch wie nie zuvor. 17 Prozent der 15- bis 18-Jährigen hätten schon einmal Lachgas konsumiert, teilte die Stadt am Freitag (1. September) auf Basis einer Befragung des Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt mit. Bei einer früheren Befragung im Jahr 2021 waren es noch 13 Prozent.

Im Berichtsjahr 2022 gaben sechs Prozent an, in den vergangenen 30 Tagen Lachgas konsumiert zu haben. Für die Drogentrendstudie wurden rund 1500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren befragt.

Lachgas Ballon Niederlande Holland Droge
Lachgas wird in Ballons gefüllt und als Droge inhaliert. © ANP/imago

Neue Trenddroge Lachgas: Frankfurter Gesundheitsdezernentin Voitl lehnt Verbot ab

„Bei Lachgas erleben wir seit den 1990er Jahren immer wieder, dass der Konsum bei jungen Menschen zwischen 15 und 21 Jahren in Mode kommt und dann wieder abebbt“, erklärt Artur Schroers, Leiter des Drogenreferats. Diesmal halte der Hype länger an, seit 2021 nehme die Verbreitung sogar zu. Lachgas sei vor allem in der Partyszene beliebt.

Lachgas ist legal in Supermärkten erhältlich und wird häufig aus Sprühsahne-Kartuschen oder Luftballons inhaliert. Die Risiken würden oft unterschätzt, erklärt Schroers. Negative Folgen seien Schwindel, Übelkeit und Lähmungserscheinungen. Bei übermäßigem Konsum könne auch das zentrale Nervensystem geschädigt werden. In Frankfurt seien Lachgas-Kartuschen inzwischen auch an Kiosken erhältlich.

Ein Verbot wie in den Niederlanden lehnt Gesundheitsdezernentin Elke Voitl (Grüne) ab. Die legale Substanz würde zweckentfremdet. Stattdessen will sie über die Risiken aufklären. (cas)

Mehr als 100 Kilogramm Amphetamin hat ein 28-Jähriger für eine Bande im Rhein-Main-Gebiet hergestellt. Jetzt ist er nach Frankfurt ausgeliefert worden.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion