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Alles neu in der Großen Friedberger Straße: Der Asphalt wurde erneuert, es gibt nun Bäume und Fahrradbügel.

Erste Nebenstraße der Einkaufsmeile ist saniert

Neuer Glanz am Rande der Zeil

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Neue Bäume, neue Lampen, neue Pflaster, breitere Gehwege: Die Gegend rund um die Zeil soll schöner werden – zum Wohle der Fußgänger und Geschäfte vor allem. Im Mai wird die Große Friedberger Straße nach rund zwei Jahren Bauzeit eröffnet werden.

Die Haupteinkaufsmeile Zeil ist bereits neugestaltet, während die von ihr abgehenden Nebenstraßen noch den verlebten Charme der 70er Jahre ausstrahlen. Wenn die Große Friedberger Straße demnächst endgültig fertig ist, sollen im November die Reineckstraße, später die Schäfergasse sowie die Fahrstraße entlang der Staufenmauer an die Reihe kommen.

Die Bauarbeiten schreiten abschnittsweise voran, damit die Zulieferung zu den Geschäften nicht behindert wird, weil alle Straßen gleich dicht sind. Schließlich soll das geschäftige Treiben nicht beeinträchtigt werden, weswegen nicht im Eiltempo gearbeitet werden kann.

Die zudem mit Spurrillen und Aufgrabungen stark geschädigte Asphaltdecke der 170 Meter langen Großen Friedberger Straße mit Fahrbahnbreiten zwischen 8,50 und 10,50 Meter und einer still gelegten Schienentrasse in der Straßenmitte, die ein hohes Gefahrenpotenzial für Radfahrer darstellte, ist bereits weitgehend erneuert. Die Umgestaltung kostet rund drei Millionen Euro. Entlang der Straße wurden im Herbst zehn Amberbäume gepflanzt. Sie wurden wegen der günstigeren Sonnenlage auf der Ostseite der Großen Friedberger Straße platziert. Dies soll auch der Außengastronomie zugute kommen, für die die Bäume willkommene Schattenspender sind. Aber sie sind auch Ersatzpflanzungen für die Platanen, die bei der Neugestaltung der Zeil gefällt werden mussten.

Noch teurer wird die Umgestaltung der Fahrgasse sowie des Platzes und der Straße „An der Staufenmauer“. Hier sind rund 4,5 Millionen Euro fällig. Insbesondere im Bereich des Platzes an der Staufenmauer bietet sich die Chance, Aufenthaltsqualität zu schaffen und die besondere Geschichte des Ortes erlebbar zu machen. Die Lage der ehemaligen Judengasse soll mit der Umgestaltung der Straße „An der Staufenmauer“ wieder deutlicher im Stadtgefüge ablesbar werden.

Die Umgestaltung der Schäfergasse schlägt mit rund 1,9 Millionen Euro zu Buche. Auch hier soll mit der Pflanzung von Bäumen die Aufenthaltsqualität der Straße verbessert werden. In der Schäfergasse sind aufgrund des beengten Raumes allerdings nur kleinkronige Bäume möglich. Die Schäfergasse soll, anders als bisher, geradlinig auf die Einmündung zur Stephanstraße geführt werden. So wird auf der östlichen Straßenseite mehr Raum gewonnen. Die Außengastronomie dort hat dann mehr Fläche zur Verfügung, ohne die Fußgängerverbindungen zu stören. Von den bisher elf Taxistellplätzen vor der Galeria Kaufhof bleiben allerdings nur noch fünf übrig.

„Im Zuge der gestalterischen Aufwertung der Zeil wurde deutlich, dass die zur Zeil führenden Straßen funktional und gestalterisch den Anforderungen eines innerstädtischen Bereiches bezüglich der funktionalen Gliederung, der Ausstattung und der Aufenthaltsqualität nicht mehr gerecht werden“, heißt es in einem Bericht des Magistrats.

Derzeit stünden breite Fahrbahnen, schmale Gehwege und der Mangel an Verweilmöglichkeiten der erwünschten Stärkung der vorhandenen Nutzungsmischung mit Einzelhandel, Wohnen und Gastronomie gegenüber. Deshalb hält der Magistrat in den Zeilnebenstraßen ein „gestalterisches Korrektiv zugunsten des nichtmotorisierten Verkehrs und der Aufenthaltsqualität für notwendig“. Bis alle Nebenstraßen neu gestaltet sind, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Aber im Mai wird die Große Friedberger Straße eröffnet.

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