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Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Besonders energieeffizient

Neuer „grüner” Hochleistungsrechner für Goethe-Universität

Ein besonders energieeffizienter Hochleistungsrechner entsteht derzeit an der Goethe-Universität in Frankfurt. Ab Dezember soll der Supercomputer wissenschaftliche Experimente unterstützen, wie die Universität am Montag mitteilte.

Ein besonders energieeffizienter Hochleistungsrechner entsteht derzeit an der Goethe-Universität in Frankfurt. Ab Dezember soll der Supercomputer wissenschaftliche Experimente unterstützen, wie die Universität am Montag mitteilte. Der Computer hat die dreifache Rechenleistung seines Vorgängers.

„Hochleistungsrechnen ist normalerweise extrem teuer und energieintensiv”, sagte der federführend Verantwortliche, Professor Volker Lindenstruth. Dank eines besonders effizienten Konstruktionsprinzips würden Energie- und Betriebskosten auf ein Minimum reduziert. So sorge eine Wasserkühlung für einen im Vergleich zu anderen Rechenzentren sechs- bis zehnfach niedrigeren Energieverbrauch. Ein nach dem Bauprinzip von Lindenstruth konstruiertes Modell kam denn Angaben zufolge 2014 auf Platz 1 der Weltrangliste energieeffizienter Großrechner.

Der neue Rechner, der im Industriepark Höchst stehen soll und eine ganze Etage einnimmt, wird mit Flusswasser des Mains gekühlt. „Wir haben ihn schon eingeschaltet und sind jetzt dabei, ihn zu testen”, sagte Lindenstruth. Am 13. Dezember soll der Rechner offiziell in Betrieb gehen, danach folgt eine zweite Ausbaustufe. Er soll Forscher bei Berechnungen im Bereich von Molekularbiologie über Klimaforschung bis hin zur Bestimmung von schwarzen Löchern unterstützen.

Insgesamt kostet das Projekt 7,5 Millionen Euro. Die Hälfte der Summe kommt aus Mitteln des Bundes. Die Goethe-Universität steuert 3,5 Millionen Euro bei, das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) 250 000 Euro.

(dpa)

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