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Verkehrsprojekt Riederwaldtunnel

Einhausung

Neuer Wohnraum auf der Autobahn: Frankfurt will A 661 unter die Erde legen

Die Stadt Frankfurt will mit der Einhausung der A611 neuen Wohnraum schaffen. Nun will die Regierungskoalition am 4. April ein Antrag vorlegen, der sich dafür stark macht.

Frankfurt - Die Stadt will dringend benötigten Wohnraum schaffen, dazu soll ein Teilstück der Autobahn 661 in Frankfurt unter die Erde verlegt werden. Die Regierungskoalition von CDU, SPD und Grünen der Stadtverordnetenversammlung will dazu am 4. April einen gemeinsamen Antrag vorlegen. Das teilten die Fraktionen am Donnerstag mit. Auf der rund einen Kilometer langen Einhausung zwischen der Friedberger Landstraße und der Seckbacher Landstraße soll außerdem ein neuer Park entstehen, der die Stadtteile Bornheim und Seckbach miteinander verbindet.

Zum Thema:  Einhausung der A661: Welche Variante darf's denn sein?

"Mit der Einhausung der A 661 sind umfassende stadtentwicklungspolitische, städtebauliche und landschaftsgestalterische Potenziale sowie positive stadtklimatische Effekte verbunden", heißt es in dem gemeinsamen Papier. Am Rande des geplanten Parks könnten zudem rund 3000 neue Wohnungen mit "hoher städtebaulicher Qualität erschlossen werden".

Unklar ist jedoch, wie das Großprojekt finanziert werden soll. Die Regierungskoalition hofft nach eigenen Angaben auf Zuschüsse von Land und Bund. Denn die Landesbehörde Hessen Mobil müsste im Zuge des Anschlusses der A 66 an die A 661 über den Riederwaldtunnel an der betreffenden Stelle bis zu zehn Meter hohe Lärmschutzwände errichten - darauf könnte jedoch verzichtet werden, wenn die Autobahn den seit Jahren in der Stadtpolitik kontrovers diskutierten Deckel bekommt.

(red/dpa)

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