Das neue Catering-Team fürs Stadion: Stefan Weber, Florian Schütz, Pascal Lagardère (GF International) und Michael Weigel (v.l.)
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Das neue Catering-Team fürs Stadion: Stefan Weber, Florian Schütz, Pascal Lagardère (GF International) und Michael Weigel (v.l.)

Cateringfirma startklar

Eintracht Frankfurt: Neues Futter für die SGE-Fans im Waldstadion

  • VonEnrico Sauda
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Coronabedingt wartet die Cateringfirma Supreme noch auf die Feuertaufe im Waldstadion von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt – Alles neu beim Catering im Deutsche Bank Park. Wir sprachen mit Florian Schütz, dem Geschäftsführer von Supreme, der Firma, die seit vergangener Saison die Speisung der mehr als 51.000 übernimmt und noch auf ihre Feuertaufe wartet – denn coronabedingt fand im Waldstadion noch kein ausverkauftes Bundesligaspiel der Frankfurter Eintracht statt. Florian Schütz war zuvor 25 Jahre in der Luxus-Hotellerie tätig, zuletzt als Chef der Nobelherberge Sofitel an der Alten Oper.

Der Deutsche Bank Park ist das erste Stadion in Deutschland, in dem Supreme als Caterer zuständig ist. Wie kam's?

Ja, genau. Die Gründer Stefan Weber und Michael Weigel sind beide Frankfurter Jungs und große Eintracht-Fans und bringen langjährige Erfahrung in der Hochfrequenzgastronomie mit. Sie betreiben bereits mehr als 70 Gastro-Konzepte an Flughäfen und Bahnhöfen. Als sie gehört haben, dass es die Möglichkeit gibt, an der Ausschreibung fürs Catering im Stadion teilzunehmen, waren sie sofort Feuer und Flamme und haben mitgemacht - und dafür die Supreme Sports Hospitality gegründet. Das innovative Catering-Konzept für das Stadion haben wir gemeinsam mit unseren Partnern GKAd und Wildfire erstellt.

Eintracht Frankfurt: Alles neu beim Catering im Deutsche Bank Park

Wie ist das mit Kofler & Kompanie? Das Unternehmen gehörte doch auch zur Ausschreibung?

Das stimmt. Der Gründer und CEO KP Kofler gehört weiterhin zum Beraterteam.

Sie haben alles neu gemacht, heißt es. Was bedeutet das genau?

Wir haben mit Eintracht Frankfurt zusammen den gesamten Public-Bereich erneuert. Insgesamt sind das 22 Kioske, verteilt auf den Unter- und Oberrang. Das heißt: insgesamt 198 Kassen und 99 Fenster. Und wir haben dafür verschiedenste Foodkonzepte entwickelt.

Nämlich?

Es ist alles dabei - von knackigen Bratwürsten über Pizza und Brezeln bis hin zu belegten Stullen oder Burgern. An den sogenannten Burger-Kiosken gibt es beispielsweise leckere neue Burger. Etwa den Hessenburger mit gezupftem Kassler, Handkäs, Kraut und Laugenbrötchen. Der ist wirklich gut und wird bestimmt ein Renner.

Sie haben das Erscheinungsbild geändert.

Ja. Wichtig war uns ein klares Design. Alle Konzepte werden im Zeichen des Adlers stehen und Eintracht Frankfurt sowie das Thema Europa einbeziehen. Es war nach 15 Jahren im Stadion einfach mal wieder Zeit für Veränderung.

Und die haben Sie durchgezogen.

Ja. Wir haben außerdem viel in neue Techniken, gerade Grilltechniken investiert, bei denen beispielsweise komplett ohne Fett gegrillt wird. Außerdem haben wir innovative Zapfsysteme, mit denen richtig schnell das perfekte Bier gezapft werden kann.

Eintracht Frankfurt: Catering-Firma Supreme sorgt für reichlich Veränderung

Auch der VIP-Bereich sieht jetzt anders aus.

Klar. Richtig. Wir bringen den VIP-Bereich mit den 4 400 Quadratmetern in einen komplett neuen Look. Hier erwarten die Gäste jede Menge Bars, Büffettheken und auch zwei Stullen-Bars.

Was ist das?

An den Stullen-Bars haben wir das klassische Sushi-Band, nur, dass unsere Köche hier leckere Stullen zubereiten und aufs Band legen. Dann drehe anstelle des Sushis die Stullen ihre Runden.

Können Sie etwas zum Investitionsvolumen sagen?

Wir haben gemeinsam mit Eintracht Frankfurt signifikante Investitionen in die Public- und Hospitality-Bereiche des Stadions getätigt. Ich möchte hier keine Zahlen nennen, aber wir haben einen sogenannten zehn plus fünf Vertrag, sind also gut 15 Jahre hier. Und wenn wir etwas machen, dann richtig: vom Essen, der Technik, über die Uniform bis zum Design - hier haben wir viele zeitlose Elemente.

Hört sich nach einer Menge Arbeit an.

Ja. Wir haben die Corona-Pause gut genutzt. In so einem Stadion ist jeden Tag etwas los - von der kleinen Veranstaltung bis hin zu Fußballspielen mit 50 000 Leuten. Da ist der Umbau während des Betriebs nicht wirklich einfach. Aufgrund von Corona konnten wir den Umbau schon jetzt komplett durchziehen. Hätten wir es in Phasen gemacht, dann würde es diesen "Wow-Effekt" gar nicht geben. Jetzt sehen die Stadion-Besucher gleich das gesamte Resultat.

Waldstadion von Eintracht Frankfurt: Catering-Firma nutzt Corona-Pause

Wie lange hätte die Aktion bei vollem Betrieb gedauert?

Etwa zweieinhalb Jahre.

Haben Sie denn auch "hinter den Kulissen" etwas verändert?

Wir haben sehr viel Geld in die Küchen investiert und dort alles erneuert. Denn in Zukunft wird alles frisch hier im Stadion produziert vom Küchenteam von Thomas Jaschob, der lange im Luxushotel Adlon arbeitete und Küchenchef im Operà an der Alten Oper war. Wir haben das Catering also extrem weiterentwickelt und kochen jetzt direkt im Stadion, das ist neu. An den Buffets werden die Gerichte dann direkt für den Gast angerichtet. (Enrico Sauda)

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