Zu einem Sportzentrum Ost könnte das Gelände rund um das Riedstadion - hier bei der Eröffnung 2014 - erweitert werden.
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Zu einem Sportzentrum Ost könnte das Gelände rund um das Riedstadion - hier bei der Eröffnung 2014 - erweitert werden.

Bergen-Enkheim

Neues Sportzentrum könnte im Osten Frankfurts entstehen

  • vonBehr
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Die Fußballer und Leichtathleten von SG Enkheim und FC Germania Enkheim brauchen Platz - den gibt es auch durchaus im Osten von Enkheim. Aus dem Ortsbeirat kommt nun eine verwegene Idee.

Frankfurt - Bergen-Enkheim könnte in Zukunft ein besonders sportlicher Stadtteil der Mainmetropole werden. Das vermittelte die jüngste Ortsbeiratssitzung. In ihren allgemeinen Mitteilungen erklärte Vorsteherin Renate Müller-Friese (CDU): „Die Sportvereine in Bergen-Enkheim sind sehr umtriebig. Ich habe vor Kurzem mit der SG Enkheim und dem FC Germania Enkheim zusammengesessen und Ideen ausgetauscht“, berichtet sie. In dem Gespräch hätten sie und die Beteiligten schnell festgestellt, dass es in Frankfurt kaum so viele gute Sportanlagen auf einer Stelle gebe, wie in Bergen-Enkheim. Der Stadtteil verfüge immerhin über das Riedstadion mit Rasen- und Kunstrasenplatz. Hinzu kommen die Leichtathletikflächen vor Ort wie auch das Riedbad.

Sowohl die SG Enkheim als auch der FC Germania Enkheim verfügen über große Flächen. Bereits jetzt gibt es einen kleinen Sportpark im Osten des Stadtteils. Die Idee der Ortsvorsteherin und der Vereine ist, die zusammenliegenden Sportflächen zu erweitern und zu einem großen Sportzentrum zu machen: „Hier sind noch einige Flächen frei“, präzisierte die Ortsvorsteherin. „Diese könnten für weitere Sportangebote genutzt werden.“

Neues Sportzentrum in Frankfurt: Bislang nicht mehr als eine Idee

Der FC Germania benötige ohnehin einen neuen Kunstrasenplatz, die SG Enkheim eine neue Sporthalle. „Das könnte hier als ‚Sportzentrum Frankfurt Ost‘ zusammengebracht werden“, meinte Renate Müller-Friese. Zudem würden im Baugebiet Leuchte, also in direkter Nachbarschaft des möglichen Sportzentrums Frankfurt Ost, 1000 neue Anwohner erwartet. Diese und deren Kinder würden ebenfalls Sport machen wollen. Die Bergen-Enkheimer Schulen würden künftig entsprechend mehr Platz für Sportunterricht benötigen. Ein großes Sportzentrum könnte sich also bezahlt machen. Das sei bisher aber nur eine Idee, betonte Renate Müller-Friese.

Der Ortsbeirat solle diese aber als Diskussionsgrundlage nutzen und sich mit dem entsprechenden Dezernat zusammensetzen. „Vielleicht können wir zu einem gemeinsamen Workshop zusammenkommen und die Idee genauer durchdenken.“ Ein großes Sportzentrum wäre sicher zukunftsweisend, fuhr sie fort, zumal weitere zukünftige Sportangebote im Raum stünden. Ein Beispiel sei eine zweite Pumptrack-Bahn im Stadtteil, die vor allem Enkheim zugute kommen könnte. Diese wünsche sich der Ortsbeirat seit langem und könnte das Sportzentrum ergänzen.

Um ein verschwundenes Sportangebot ging es in einem Antrag der SPD-Fraktion. Im November 2019 wurde die Pumptrack-Bahn ohne Zustimmung des Ortsbeirats vom Grünflächenamt demontiert: „Die Bahn auf dem Marktplatz entstammt einer Initiative des Ortsbeirates aus dem Jahre 2015 und wurde mit Mitteln des Ortsbeiratsbudgets finanziert“, schreibt die SPD in ihrem Antrag. „Nachdem vergangenes Jahr ein Schaden aufgetreten ist, wurde die Bahn nicht repariert, sondern abgebaut.“ Die Stadtverwaltung habe auf Anfrage nur erklärt, dass sich die Bauweise nicht bewährt habe, der Reparaturaufwand wäre zu hoch gewesen, so die SPD.

Neue Bahn auf dem Berger Marktplatz

„Wäre der Ortsbeirat rechtzeitig informiert worden, könnte die Bahn heute noch stehen. Der Ortsbeirat 16 hätte rechtzeitig mit eigenen Mitteln tätig werden können“, monieren die Sozialdemokraten in ihrem Antrag, fordern sie die Beantwortung dieser Frage und die Ersetzung der Bahn auf dem Berger Marktplatz. Der Antrag der Sozialdemokraten wurde in der Sitzung nicht diskutiert, aber bereits zuvor vom Gremium angenommen. niklas mag

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