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Haben klare Vorstellungen, was sie für die Behandlung von Patienten verändern und verbessern wollen: Prof. Dr. Gunnar Heine, Prof. Dr. Christoph Heidenhain und Dr. Max Müller

Klinik präsentiert Chefärtze

Neues Trio im Markus-Krankenhaus

Aller guten Dinge sind drei, heißt es sprichwörtlich. Für das Agaplesion Markus-Krankenhaus trifft das zu, denn gestern wurden dort drei neue Chefärzte vorgestellt.

Mit Dr. Max Müller, Prof. Gunnar Heine und Prof. Christoph Heidenhain sind drei frische Gesichter im Team des Agaplesion Markus-Krankenhauses in Ginnheim. Und das hat seinen Grund, wie Klinik-Geschäftsführer Jürgen Schäfer erklärte. Das gestern präsentierte Trio tritt die Nachfolge von Anästhesistin Prof. Dorothee Bremerich, Chirurg und Ärztlichem Direktor Prof. Karl-Hermann Fuchs und Nierenspezialist Prof. Peter Grützmacher an, die in diesem Jahr die Klinik in den Ruhestand oder in die Forschung verlassen haben.

Mit der Nachfolgeregelung ist Schäfer sehr zufrieden. „Ich freue mich, dass wir drei so erfahrene und hochmotivierte neue Chefärzte gewinnen konnten.“ Jeder verfüge auf seinem Fachgebiet über hervorragende Kompetenzen, mit denen sie die exzellente Arbeit ihrer Vorgänger fortsetzen und weiterentwickeln würden. Und tatsächlich: Alle drei wollen in ihren Fachgebieten neue Akzente setzen.

Dr. Max Müller etwa möchte die Regionalanästhesie bei Operationen vor allem im Bereich von Schulter, Armen und Beinen ausbauen. „Die örtliche Betäubung ist für das gesamte Organsystem schonender“, erklärte der 52-Jährige. Die Patienten seien nach dem Eingriff für längere Zeit schmerzfrei und würden weniger an Übelkeit und Erbrechen leiden – Nebenwirkungen, die relativ häufig mit einer Vollnarkose einhergehen. Zudem engagiert sich Müller in dem Netzwerk „Patient Blood Management“, das sich den schonenden Umgang mit der Ressource Blut und die Reduzierung von Blutverlust während einer Operation zum Ziel gesetzt hat. „Die Ressource Blut ist wertvoll, es sollte schonend damit umgegangen werden“, erklärte er bei seiner Präsentation.

Nierenspezialist Prof. Gunnar Heine möchte in seiner neuen Funktion als Chefarzt der Nephrologie interdisziplinär – vor allem mit den Fachärzten der Kardiologie – arbeiten. „Denn Patienten mit einer Nierenerkrankung haben ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche oder Herz-Rhythmus-Störungen zu erkranken“, sagt der 46-Jährige. Zu dieser Wechselwirkung zwischen Herz- und Nierenerkrankungen hat Prof. Heine in den vergangenen Jahren geforscht und an der Universität des Saarlandes gelehrt. Ein weiterer Fokus seiner Arbeit liegt auf der Früherkennung von Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und Bluthochdruck. „Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet an einer solchen Störung, doch in den meisten Fällen wird sie nicht erkannt. Und wenn sie erkannt wird, wird sie nicht therapiert“, betont Prof. Heine. Dem möchte der neue Chefarzt nun entgegenwirken – und zwar nicht zuletzt, weil es Hauptrisikofaktoren für eine chronische Nierenerkrankungen sind.

Der Allgemein- und Viszeralchirurg Prof. Christoph Heidenhain hat sich den Ausbau des Darmzentrums auf die Fahne geschrieben. Dabei will er eng mit den Gastroenterologen des Markus-Krankenhauses zusammenarbeiten. „So wollen wir sowohl Patienten mit Tumoren als auch mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen optimale Therapiemöglichkeiten bieten“, sagte der 46-Jährige.

In der nephrologischen Klinik des Markus-Krankenhauses werden pro Jahr mindestens 1900 und in der Allgemeinchirurgie rund 1800 Patienten stationär behandelt. Die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken GmbH, zu der neben dem Markus-Krankenhaus auch das Bethanien-Krankenhaus in Bornheim gehört, verfügen zusammen über 872 Betten. Im vergangenen Jahr wurden in beiden Krankenhausen zusammen rund 37 400 Patienten stationär und mehr als 22 700 Patienten ambulant behandelt.

Vor allem ins Markus-Krankenhaus wurde zuletzt kräftigt investiert. So hat sich das Krankenhaus in der Wilhelm-Epstein-Straße 4 in den vergangenen Jahren laut Schäfer vom Stadtteilkrankenhaus zu einer bedeutendten Kliniken gemausert. Insgesamt 170 Millionen Euro hat der Betreiber Agaplesion jüngst in Erweiterung und Ausbau des Krankenhauses investiert.

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