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Neues Wohnhaus als Quartiersmitte

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In dem langgezogenen Riegel an der Saonestraße sollen künftig Studenten, Senioren und Familien wohnen. Im Lauf des nächsten Jahres soll er fertig werden.
In dem langgezogenen Riegel an der Saonestraße sollen künftig Studenten, Senioren und Familien wohnen. Im Lauf des nächsten Jahres soll er fertig werden. © Wehr, Stefanie

Auch 44 Studenten-Apartments geplant - Kaltmiete um die 300 Euro

Beim Richtfest für das bisher namenlose Wohn- und Geschäftsgebäude an der Saonestraße 8 bis 10 wurden nicht viele Worte verloren: Der Dank des Bauherrn David Roitman ging an die Bauarbeiter und Planer, die den langgezogenen Riegel errichtet haben. Bei der Weltlage gelte immer noch, „dass ehrliche Arbeit am längsten währt“, sagte Roitman. Das Gebäude, entworfen von den Architekten des Wiesbadener Büros Grabowski Spork, werde viele jahrzehntelang stehen.

Wie viel der Investor und Geschäftsführer der im Lyoner Quartier ansässigen Argaman Group in das zweite von ihm im Stadtteil errichtete Wohngebäude investiert hat, will er nicht sagen. Ohnehin seien Baukosten zurzeit nur schwer zu beziffern. Das zweite Gebäude, genannt „Kanso“, an der Saonestraße 1, wurde vor kurzem fertig, die ersten Mieter sind schon eingezogen.

In dem schlanken neuen Gebäude eine Straßenkurve weiter werden 110 Wohnungen unterkommen. Die Wohnfläche beträgt insgesamt 4500 Quadratmeter, die in Ein- bis Dreizimmerwohnungen aufgeteilt wird.

44 von den 110 Einheiten sollen künftig Studenten zur Verfügung stehen. Das war die Auflage der Stadt Frankfurt, die den Baugrund in der ehemaligen Bürostadt zur Verfügung stellte.

Die Studenten-Apartments sollen nicht viel mehr als 300 Euro im Monat kalt kosten. Zudem sind Drei-Zimmer-Wohnungen geplant, die ebenfalls immatrikulierte Studenten als Wohngemeinschaft nutzen können. Weitere barrierefreie Apartments verschiedener Größen sollen dann vor allem Senioren zur Verfügung stehen.

Im Erdgeschoss sind auf 400 Quadratmetern mehrere Gewerbeflächen geplant. Wer dort einzieht, ist noch unklar. „Wir wünschen uns ein Café und Geschäfte“, sagt Roitman. Zudem bestehe die Möglichkeit, eine „Quartiersmitte“ im Erdgeschoss einzurichten, die in Form eines Cafés oder ähnlichem von einem sozialen Träger gemietet werden und Bewohnern des Viertels als Treffpunkt dienen könne. „Wir hoffen, dass sich jemand findet. Es gibt auch eine große Gartenfläche“, so Roitman. Dem Bauherr liege die Entwicklung des Lyoner Quartiers am Herzen. Er wünscht sich mehr öffentlich genutzte Flächen, damit das ehemalige reine Büroviertel belebter wird.

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