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Neun Bäume und Stauden: Luisenplatz wird attraktiver

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Von: Matthias Bittner

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Noch sieht der Luisenplatz trist und grau aus. Doch schon bald soll er aufblühen, insgesamt neun Bäume sollen die Fläche säumen.
Noch sieht der Luisenplatz trist und grau aus. Doch schon bald soll er aufblühen, insgesamt neun Bäume sollen die Fläche säumen. © Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA

Attraktiver und vor allem schattiger soll es auf dem Luisenplatz mitten im Nordend werden. Dazu werden auf der kreisrunden Fläche unter anderem neun Stadtlinden gepflanzt.

Nach der Freitagsparty auf dem Friedberger Platz ziehen einige Besucher gerne weiter zum Luisenplatz, um dort den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. Anwohner stört das, weil die Feiernden natürlich Lärm machen. Im Moment jedoch haben die Nachbarn ihre Ruhe. Nicht etwa, weil das Wetter zu schlecht wäre, sondern weil der Luisenplatz eine Baustelle ist – die Fläche wird derzeit umgestaltet. Unter anderem werden neun Stadtlinden gesetzt.

Bevor die Bäume gepflanzt werden können, müssen aber die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen werden. Auch die Zugänge zur Fläche werden neu geordnet. Die etwas erhöhte Plateaufläche ist über zwei Stufen zu erreichen. Insgesamt gibt es drei Eingänge zum Luisenplatz – einer erschließt den Platz mittels einer Rampe.

Schatten spenden

Laut Renate Friedrich vom Grünflächenamt sollen die Bäume noch vor Pfingsten gesetzt werden. Sie erfüllen vor allem einen Zweck: Sie sollen Schatten spenden. Denn im Sommer kann es auf dem Luisenplatz unerträglich heiß werden. Das führte dazu, dass Menschen zumindeste tagsüber sowohl die Bänke als auch die orangefarbenen Stühle auf dem Platz mieden. Denn die Sonne brannte jedem, der sich dort hinsetzen wollten, direkt auf die Köpfe. Das lag daran, dass die ehemals zehn Schatten spendenen Apfeldorne, die kreisförmig um den runden Platz herum angeordnet waren, die Hitze nicht vertragen haben. Nur ein Baum hat überlebt. Die restlichen acht sind im Laufe der vergangenen Jahre abgestorben oder mussten entfernt werden, ihr Zustand war einfach zu schlecht.

Um den Luisenplatz nun wieder attraktiver zu machen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern, wird er also jetzt umgestaltet. Das hatte Renate Friedrich auch schon einmal bei der Vorstellung des Begrünungskonzeptes in der Sitzung des Ortsbeirates 3 (Nordend) erklärt. Neben den neun Stadtlinden werden auch Stauden wie Lampenputzergras, Salbei, Thymian, Färberhülse und Ehrenpreis unter den Bäumen in großzügigen Beeten eingesetzt. Für die Bepflanzung inklusive Stadtlinden investiert die Stadt 40 000 Euro.

Dies beeinträchtige aber nicht die gute Einsehbarkeit, weil die Stauden nicht besonders hoch wachsen, beruhigt Friedrich. Und auch das Problem mit der mangelnden Wasserversorgung der Bäume sei gelöst. Die Fläche wird so umgestaltet, dass Oberflächenwasser nicht ungenutzt abfließt, sondern im Erdreich versickern und die Wurzeln erreichen könne.

Stadt- oder Winterlinden werden bis zu 15 Meter hoch, ihre ausladenden Kronen erreichen einen Durchmesser von zehn bis zwölf Metern. Damit sind die Bäume wesentlich größer als der Apfeldorn und bilden so quasi einen Sonnenschirm aus Blättern.

Mikroklima untersucht

Der Umgestaltung war laut Friedrich eine Erhebung des Umweltamtes vorausgegangen. Mitarbeiter hatten das Mikroklima am Luisenplatz untersucht und festgestellt, dass sich das Pflaster wegen der starken Sonneneinstrahlung extrem aufheize. Deshalb seien auch höhere Temperaturen auf der Platzfläche gemessen worden als in der unmittelbaren Umgebung. Stadt- und Winterlinden seien für den Standort besser geeignet als der Apfel-dorn, erklärte Friedrich.

Im Mai, wenn die Umgestaltung abgeschlossen ist, haben allerdings nicht mehr so viele Menschen Platz auf der Fläche zwischen Friedberger Platz und Berger Straße. Denn der Anteil der Pflanzfläche ist gewachsen. Früher betrug sie 100 Quadratmeter, jetzt sind es 250. Ob das für die Nachtruhe der Anwohner am Freitagabend genügt, bleibt aber abzuwarten.

(bit)

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