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Zwei Touristen aus dem brasilianischen Sao Paulo nehmen auf der Besucherterrasse des Maintowers mit einem Selfie-Stick ein Bild von sich auf. 2,5  Millionen ausländische Gäste besuchten Frankfurt im vergangenen Jahr.

Übernachtungszahlen

Der neunte Rekord in Folge: Touristen zieht es nach Frankfurt

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Knapp sechs Millionen Gäste aus dem In- und Ausland haben im vergangenen Jahr Frankfurt besucht. Und es sollen noch mehr werden.

Die Zehn-Millionen-Marke hat Frankfurt im vergangenen Jahr geknackt. Genau 10 149 671 Übernachtungen (plus 6,3 Prozent) bei 5 934 778 Gästen (plus 5,9 Prozent) zählte die Stadt 2018. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus- und Kongressgesellschaft (TCF), stellten die Statistik am gestrigen Freitag vor. Es ist das neunte Rekordergebnis in Folge.

„Wir haben eine magische Grenze überschritten“, freute sich Feldmann. Damit liegt Frankfurt im nationalen Städtevergleich hinter Berlin (knapp 33 Millionen Übernachtungen), München (17 Millionen) und Hamburg (14,5 Millionen) auf Platz vier, im Europavergleich laut Feldmann gleichauf mit Metropolen wie Budapest, Lissabon, Stockholm und Mailand.

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Frankfurt erlebt einen Imagewandel

In den vergangenen zehn Jahren konnte Frankfurt somit einen Anstieg bei den Übernachtungen von 87 Prozent verzeichnen. Frankfurt sei ein wichtiger Bahnknotenpunkt und Standort des größten deutschen Flughafens, begründen Feldmann und Feda diese Entwicklung. Auch die erfolgreichen Messen und das attraktive Kulturangebot lockten viele Touristen in die Stadt.

Ebenfalls habe sich die Wahrnehmung der oft als „gefährlich“ verschrieenen Stadt gewandelt. Frankfurt sei durch viele soziale Projekte insgesamt zusammengerückt und stabiler geworden. Auch das spiegelten die Zahlen wider. „Denn Tourismus ist mehr als das Zählen von Übernachtungen, da steckt auch die Zusammenführung der Kulturen und die Internationalität drin“, sagte Feda.

Für das kommende Jahr prognostiziert Feldmann eine weitere Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen in Höhe von 3 Prozent. Das sei durchaus realistisch, erfahrungsgemäß wurde die Prognose aber immer übertroffen.

Dass die Innenstadt von Touristen überrannt werden könnte, diese Befürchtung haben weder Feldmann noch Feda. Frankfurt sei zwar eine kompakte Stadt, doch die Touristen verteilten sich gut auf den zur Verfügung stehenden Flächen. Dennoch beschäftige sich der Römer auch mit diesem Thema und stehe dabei im Austausch mit Kollegen aus den großen Tourismusstädten wie Barcelona oder Berlin. Zudem wolle die Stadt sich mehr in der Region vernetzen und diese für den Tourismus erschließen. Dabei sollen Themen wie Wein, Kulinarik, Gesundheit und Wellness angegangen und gezielt beworben werden.

Was die Stadt selbst betrifft, stehen vor allem Themen wie Geschichte, Kunst und Kultur im Fokus, die neue Altstadt ebenso wie das Museumsufer.

Beliebt bleibt Frankfurt vor allem bei Geschäftsleuten. 70 Prozent reisen aus beruflichen Gründen nach Frankfurt, 30 Prozent aus privaten. Die meisten Gäste kommen laut Statistik aus Deutschland. Hier stiegen die Gästezahlen um 6,2 Prozent auf 3,4 Millionen und bei den Übernachtungen um 5,1 Prozent auf 5,6 Millionen.

Neuer Höchstwert bei Übernachtungen ausländischer Gäste

Bei den Übernachtungen ausländischer Gäste konnte dagegen ein Zuwachs in Höhe von 8 Prozent verzeichnet werden. Mit 2,5 Millionen internationalen Besuchern erreichte Frankfurt einen neuen Höchstwert.

Im Durchschnitt bleibt ein Gast 1,71 Tage in der Stadt – eine leichte Steigerung zu 2017. Frankfurt gehört im Deutschlandvergleich mit einem Anteil von 44,6 Prozent Übernachtungen ausländischer Gäste zu den internationalsten Städten. Die meisten kommen aus Europa, Amerika und Asien.

Bei den Hotels sind im vergangenen Jahr insgesamt achtzehn neue dazugekommen, zwölf Standardherbergen und sechs Premiumhäuser. Insgesamt sind es nun 298 Hotels, von denen etwa zwei Drittel zur Standardklasse gehören. Damit gibt es nun 56 092 Betten mit einer Auslastung von 49,6 Prozent. Auch in diesem Jahr stehen laut dem Oberbürgermeister noch einige Eröffnungen an.Der Frankfurter Hotelmarkt ist einer der wachstumsstärksten in Europa.

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