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Bange Blicke der Rüsselheimer Abwehr um Torfrau Annika Peschke, doch der Schuss der Neu-Isenburgerin Damla Bulut (in grün) geht knapp vorbei.

Frauenfußball

Nicht mehr in der Führungsrolle

Im Spitzenspiel verlor die TSG Neu-Isenburg gegen Verfolger Rüsselsheim und damit auch die Tabellenführung.

Zum Rückrundenstart der Hessenliga mussten die Fußballerinnen der TSG Neu-Isenburg nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Opel Rüsselsheim die Tabellenführung abgeben. Der 1. FFC Frankfurt III zog beim neuen Spitzenreiter Hessen Wetzlar II deutlich den Kürzeren. Nur die SG Bornheim hatte nach langer Zeit mal wieder Grund zur Freude.

TSG Neu-Isenburg – Opel Rüsselsheim 3:4 (1:4). – Rüsselsheim legte mit starken ersten 45 Minuten die Grundlage für den späteren Erfolg und kam durch Vanessa Kempf (5./35./42.) und Gina-Lolita Buglisi (17.) zu seinen Treffern. Damla Bulut verkürzte zwischenzeitlich auf 1:3 (32.). Nach der Pause stellte Neu-Isenburg um, was Wirkung zeigte. Die Gastgeberinnen kamen nun immer besser ins Spiel und durch Sanne Martens auf 2:4 heran (60.). Mehr als ein verwandelter Foulelfmeter von Katharina Droszcz in der Nachspielzeit sollte am Ende aber nicht mehr dabei herausspringen (90.+5). „Rüsselsheim war in der ersten Hälfte bärenstark. In der zweiten Halbzeit hatten wir sie weitestgehend im Griff. Leider hat am Ende ein Tor gefehlt, aber trotzdem war die Moral der Mannschaft wieder einmal überragend“, lobte Neu-Isenburgs Co-Trainer Ronny Hartmann-Meinecke.

SG Bornheim/Grün-Weiß – TSV Klein-Linden 5:0 (1:0). – Die Gastgeberinnen waren über weite Strecken der ersten Hälfte zwar klar überlegen, ließen sich aber auch ihre Nervosität anmerken. Auch die frühe Führung durch Pia Sösemann (8.) gab Bornheim zunächst keine Sicherheit. Stattdessen vergaben Sösemann, Christina Depta und Nicole Gueye weitere gute Chancen. Zu Beginn der zweiten Hälfte machte auch Tabellenschlusslicht Klein-Linden mehr Druck, doch Bornheim überstand die Drangphase unbeschadet. In der Folgezeit vergaben die Gastgeberinnen gleich reihenweise gute Möglichkeiten und trafen alleine dreimal Aluminium. Erst nach dem 2:0 durch Depta (80.) fand Bornheim zu mehr Lockerheit und plötzlich fielen die Tore in Serie. Sösemann (84.), Depta (87.) sowie Zehra Inceoglu (90.) schossen den Endstand heraus. Bornheims Abteilungsleiter Christoph Schaaff erklärte: „Das war ein wichtiger Schritt und gegen den Tabellenletzten auch ein Pflichtsieg. Der Druck war sehr hoch, aber der Sieg gibt uns jetzt hoffentlich das nötige Selbstvertrauen.“

Hessen Wetzlar II – 1. FFC Frankfurt III 6:1 (2:1). – Die Frankfurterinnen zeigten sich gegenüber dem Hinspiel zwar deutlich verbessert, mussten am Ende aber wie Anfang Oktober ein 1:6 quittieren. In der ersten Hälfte hielten die Gäste noch gut mit, vergaben aber ihre Chancen durch Julia Morlok und Ena Taslidza. Die Wetzlarer Führung durch Anna Efimenko (33.) glich Taslidza zwar noch aus (38.), Julia Christ sorgte jedoch noch vor der Pause für das 2:1 (43.). In der zweiten Hälfte erhöhte Wetzlar den Druck und entschied die Partie binnen weniger Minuten durch Johanna Daus (48.), ein Eigentor von Kirsten Vereeken (50.) und Lara Martin (51.). Gegen Ende des Spiels musste der FFC gar noch in Unterzahl agieren, als Sophie Schurk nach einem Schlag aufs Auge vom Feld musste, das Wechselkontingent jedoch bereits ausgeschöpft war. Dana Möll nutzte die Überzahl zum Endstand (86.). „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut mitgehalten, Anfang der zweiten eher weniger. Danach kamen die Pässe nicht mehr an und dann wird es schwer“, sagte Frankfurts Betreuerin An Roosens.

(sus)

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