Auch wild geparkt wird im Bornweg. Bei einer Beruhigung des Gebiets würde das auch angegangen.
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Auch wild geparkt wird im Bornweg. Bei einer Beruhigung des Gebiets würde das auch angegangen.

Keine Schrittgeschwindigkeit im Bornweg

Nieder-Erlenbacher Ortsbeirat lehnt verkehrsberuhigten Bereich ab

  • VonDieter Deul
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Der Bornweg verläuft quer durch den alten Nieder-Erlenbacher Ortskern. Manch einer wünscht sich dort einen verkehrsberuhigten Bereich, der Ortsbeirat lehnt das ab.

Wünsche für eine Verkehrsberuhigung im Bornweg sorgten für rege Debatten in der Sitzung des Nieder-Erlenbacher Ortsbeirats. Schon in der Bürgerfragestunde beschwerte sich ein Anwohner darüber, dass die Straße nie, wie ursprünglich geplant, zur verkehrsberuhigten Zone wurde – auch nicht nach dem niveaugleichen Ausbau bei der letzten Sanierung, bei der die Bürgersteige wegfielen. Zudem spielten und malten Kinder auf der Straße. Auch zwei Fahrradständer, die das Parken verhindern sollten, seien entfallen. Stattdessen gebe es zwei Sperrpfosten. Auf die Frage, warum dort keine Tempo 30-Zone eingerichtet werde, antwortet Zuhörer Gerd Wagner von der Nieder-Erlenbacher SPD, das sei nicht nötig – ist doch der ganze Stadtteil eine Tempo-30-Zone.

Um den Bornweg geht es auch in einem umfangreichen Antrag von Ingo Kusch (SPD), der Punkt für Punkt abgestimmt wird. Er möchte, dass der Bornweg und die Alte Fahrt zur verkehrsberuhigten Zone werden, was Widerspruch auslöst. Denn dann dürfe dort nur noch auf vereinzelten, extra markierten Stellflächen geparkt werden. Zwei bis drei Parkplätze fielen weg, schätzt Kusch. Wo solle dann noch geparkt werden, fragt Ingrid Reitzammer (CDU). Auch die dann erforderliche Schrittgeschwindigkeit werde wohl kaum eingehalten. Wenn sie so fahre „bekomme ich noch den Vogel gezeigt“, klagt Reitzammer. Der Antrag wird abgelehnt. CDU-Ortsbeirat Helmut Michel sieht die Anwohner selbst in der Pflicht, „einmal nachzudenken, wie und wo sie parken“.

Die Bürger befragen

Auch Kuschs Vorschlag, Alte und Neue Fahrt zu Einbahnstraßen zu machen, stößt auf Kritik. Nun soll erst einmal der geplante Ausbau der Straßen abgewartet werden und eine Bürgerbefragung stattfinden. Einstimmig wird aber sein Antrag angenommen, an der besonders heiklen Kreuzung Bornweg und Alte Fahrt Fahrradständer aufzustellen, weil Falschparker vor der Einmündung das Einbiegen von Feuerwehr und Müllwagen verhindern. Damit wurde ein gleichlautender CDU-Antrag überflüssig.

Autos blockieren Kreuzung

Zusätzlich, so das einstimmige Votum für einen Grünen-Antrag, sollen Fahrradständer auch in der Straße Neue Fahrt vor der Hausnummer fünf aufgestellt werden, damit parkende Autos dort nicht mehr die Sicht auf den Verkehr nehmen. Die Fahrradständer wünschen sich die Grünen außerdem in der Straße Alt-Erlenbach vor dem Fußgängerüberweg an der Apotheke, Aber dort sahen die Anwohnerin Reitzammer und die Mehrheit der Ortsbeiräte keine Gefahrenstelle.

(dd)

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