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Stück für Stück, Geschoss um Geschoss wachsen die zwölf Wohnhäuser, fertiggestellt werden sein sollen sie bereits in zwei Jahren.

Neubau in Frankfurt

Schöner wohnen mit Blick auf den See in Nieder-Eschbach

Die Wohnungsgesellschaft GWH baut in Frankfurt Nieder-Eschbach insgesamt 331 Wohnungen mit Seeblick – Und die Wohnungen sollen mehr sein als nur Wohnraum.

Frankfurt - Die Untergeschosse sind bereits fertig, Stahlträger sind eingezogen, fast täglich wachsen die Mauern weiter in die Höhe. Nur sechs Monate nach der Grundsteinlegung ist längst erkennbar, was auf dem 26 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Ben-Gurion-Ring und Bügelsee entsteht: Wohnraum. In einer Gegend, die in den vergangenen Jahren wenig beliebt war. Doch das soll sich ändern.

254 Miet- und 22 Eigentumswohnungen, 55 Studentenappartements, 315 Tiefgaragenplätze und eine Kindertagesstätte werden auf dem Grundstück realisiert, auf dem bis Dezember 2012 die schwedische Privatbank SEB ihren Sitz hatte. 

Das Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate hatte das Gelände mit den Gebäuden aus den 1970er Jahren erworben, gemeinsam mit der Stadt wurde ein Konzept entwickelt. Schnell stand fest: Es soll das entstehen, was in Frankfurt am dringendsten benötigt wird - Wohnraum.

GWH ist Bauherr des Großprojektes in Frankfurt Nieder-Eschbach

Bauherr des Großprojektes ist die Wohnungsgesellschaft GWH. Sie investiert rund 110 Millionen in die insgesamt 331 Wohnungen. Diese verteilen sich auf insgesamt zwölf Häuser, mit viel Grün dazwischen zum Spielen, Spazierengehen und als Ort der Begegnung. 

So, wie auch in den anderen Wohnungen des Quartiers. 1250 Wohnungen am Ben-Gurion-Ring werden bereits von der GWH betreut, die Arbeiten sollen Mitte 2022 abgeschlossen sein. 

77 der 254 Mietwohnungen sind übrigens öffentlich gefördert, die Kindertagesstätte mit insgesamt vier Gruppen ist unter der Studentenwohnanlage geplant und wird nach Fertigstellung an die Stadt übergeben, während die Wohnanlage im GWH-Bestand bleibt und damit die bereits vorhandene Studentenwohnanlage am Ben-Gurion-Ring ergänzt.

Neuer Wohnraum und neues Image für das Quartier Nieder-Eschbach

Beworben wird das Projekt unter dem Titel "GrünHoch2 - wohlfühlen am Bügel", der übrigens noch für viel mehr steht als für neuen Wohnraum. Er steht auch für ein neues Image des Quartiers, dass die Stadt ihm gerne verleihen möchte. Denn das war in den vergangenen Jahren oftmals kein besonders gutes. 

Bereits 2015 wurde der Imagewechsel durch GWH und Stadt eingeläutet, die Schirmherrschaft übernahm Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Denn der Bügel liegt ihm besonders am Herzen, da er als ehemaliger Bewohner der Siedlung sowie als langjähriger Leiter des Jugendhauses eine enge Beziehung zu den Menschen hat.

Wer ganz genau hinschaut und auch hinhört im Quartier, der kann die ersten Veränderungen bereits entdecken. Von der Großbaustelle am Bügelsee einmal abgesehen. So werden bereits seit einigen Monaten über das Stadtteilbüro verschiedene Aktivitäten koordiniert, umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen haben dem Quartier in weiten Teilen bereits zu einem frischen Anstrich verholfen. Äußerlich.

Auch Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sieht die Entwicklungen am Ben-Gurion-Ring als positiv. Durch das Programm "Soziale Stadt" nehme man gemeinsam mit Bund und Land in den kommenden Jahren bis zu 17 Millionen Euro in die Hand, um das Quartier zu stärken. Gemeinsam mit den Bewohnern. 

jdi

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