Ausstellung in Frankfurt

Noch einmal wunderbare Dinge sehen

Die Ausstellung zum 100. Jubiläum der Goethe-Universität im Museum Giersch zeigt noch bis 8. Februar außergewöhnliche Stücke aus 40 Sammlungen.

„Wunderbare Dinge“ sehen kann man derzeit im Museum Giersch, allerdings nur noch für kurze Zeit: Die Ausstellung, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Goethe-Universität Seltenes, Spektakuläres und Historisches aus 40 uniinternen Sammlungen zeigt, ist noch bis 8. Februar geöffnet. Wer sich für Geschichte und Gegenwart der Frankfurter Universität und ihrer verschiedenen Forschungsbereiche interessiert, hat bis dahin Gelegenheit für einen Besuch. Am Donnerstag, 4. Februar, findet eine öffentliche Führung statt, und für 5- bis 10-Jährige gibt es ein Kinderprogramm. Die Finissage mit Lesungen und Musik ist am Samstag, 7. Februar, von 15 bis 22 Uhr .

„Ich sehe wunderbare Dinge“ – diesen Aufruf Howard Carters bei der Entdeckung des Tutenchamun-Grabes im Tal der Könige hat Kuratorin Charlotte Trümpler als Motto für diese einmalige Zusammenstellung von Exponaten ausgewählt. Denn bei der Recherche in Depots, Büros, Archivräumen und Dachböden der Universität sind sie und ihr Team oft ähnlich wie Carter auf Unerwartetes, Verblüffendes und Wertvolles gestoßen. Die schönsten Stücke wurden für die Ausstellung ausgewählt und nach wohlüberlegten Kriterien geordnet. Neben erklärenden Tafeln zu den Exponaten sind auch 41 Filme entstanden, die dem Besucher einen humorvollen Blick über die Schulter der Wissenschaftler eröffnen.

Zu Beginn der Ausstellung kann der Besucher Einzigartiges, aber auch Alltägliches selbst entdecken und so die Sammlungsvielfalt kennenlernen. Gezeigt wird der älteste menschliche Fund, ein 2,4 Millionen Jahre alter Unterkiefer aus Malawi, das älteste Ziehbilderbuch der Welt, gesammelt von Walter Benjamin, oder ein handsigniertes Plakat von Andy Warhol, aber auch eine Motorradjacke aus den wilden 60er-Jahren. Ein weiterer Raum gibt mit Hilfe von Fotografien Einblick in die Sammlungen selbst, in die Aufbewahrung der Objekte in meterlangen Kellerregalen, gestapelten Kisten und gefüllten Depots.

Der größte Teil der Schau zeigt die Objekte jedoch nicht nach Sammlungszugehörigkeit geordnet, sondern nach thematischen Gesichtspunkten. Die verschiedenen Bereiche sind überschrieben mit Schlagworten wie Neugier, Glaube, Köpfe, Bewegung, Gewalt, Zeit ... Durch die Gegenüberstellung verschiedener Exponate werden Gemeinsamkeiten und Berührungspunkte der Disziplinen verdeutlicht. Am Ende der Ausstellungsräume erwartet den Besucher eine eher leichtfüßige Thematik: Der von Studenten mitgestaltete Raum widmet sich dem Thema Kaffee, Kaffeetassen von Universitätsangehörigen zeigen zum Teil einen ganz eigenen Humor.

Geöffnet hat die Schau dienstags und mittwochs von 12 bis 19 Uhr, donnerstags von 12 bis 21 Uhr, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr im Museum Giersch, Schaumainkai 83.

(red)

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