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Restaurantmanagerin Sindhushree Beleyur.

Gastro-Kolumne

Nordend: Neues Restaurant Panchavati bietet indische Küche

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Im Frankfurter Nordend hat ein neues indisches Restaurant eröffnet, das Panchavati.

Frankfurt - Die indische Küche ist ein Fest für die Sinne. Auf den Basaren des Subkontinents reihen sie sich körbeweise aneinander – die exotischen Gewürze, ohne die Klassiker wie Chicken Tikka Masala nicht denkbar wären. Wer die aromatischen Gerichte verspeisen möchte, muss freilich nicht nach Indien fliegen. Schließlich gibt es in Frankfurt einige Restaurants, die sich auf diese Küche spezialisiert haben. Und das Panchavati im Nordend gehört seit knapp drei Wochen dazu. „Der Name bedeutet fünf Bäume und steht für die fünf Partner, die das Lokal eröffnet haben“, erzählt Restaurantmanagerin Sindhushree Beleyur. Sie stammen aus Bangalore im Süden Indiens, sind aus beruflichen Gründen nach Deutschland gekommen, waren bisher aber in der IT-Branche tätig.„Was uns außerdem verbindet, ist die Liebe zur indischen Küche, die wir in Frankfurt noch bekannter machen möchten“, sagt Mitinhaber Narayana Gowda .

Die passende Kulisse dafür haben er und seine Kompagnons in der Eckenheimer Landstraße geschaffen. Dass sie die Räume des einstigen Pandan pachten konnten, bezeichnen sie als echten Glücksfall. Zum einem sei das Restaurant gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, zum anderen verfüge es über eine schöne Terrasse.

Im Inneren erwartet das Publikum wenig indisches Lokalkolorit und erst recht kein Bollywood-Ambiente. Zwar sind die Räume frisch renoviert, doch vergleichsweise nüchtern gestaltet: helle Wände, dunkle Möbel und als Farbtupfer rote Servietten. Nur hier und da lässt etwas Deko die Küchenrichtung erahnen. „Wir haben uns bewusst gegen eine traditionelle Einrichtung entschieden“, so Gowda. „Unsere Gäste sollen sich wie in Deutschland fühlen und dabei die indische Küche genießen.“

Eine Auswahl an Suppen, Vorspeisen und Hauptgerichten mit Lamm und Huhn zum Teil aus dem Tandoori (Lehmofen) präsentiert die kulinarische Vielfalt Indiens. Auch wenn der Schwerpunkt zurzeit noch auf dem Norden des Landes liegt. „Speisen aus dieser Region, darunter Chicken Korma, sind hier am bekanntesten“, erklärt die Restaurantmanagerin. „Demnächst möchten wir den Frankfurtern aber auch südindische Spezialitäten servieren.“ Vegetarier sitzen im Panchavati ebenfalls nicht vor leeren Tellern. Immerhin gibt es kaum ein anderes Land mit einer so großen Bandbreite an fleischlosen Gerichten.

Das fängt schon bei Appetitmachern wie Papadam an. Das dünne und krosse Fladenbrot lässt sich in dreierlei Soßen dippen. Es folgen Onion Pakora, von knusprigem Kichererbsenteig umhüllte Zwiebeln (4,50 Euro).

Vertraut und exotisch zugleich schmecken die Erdnüsse, die der Koch mit Tomaten, Paprika und Zwiebeln mischt und mit Koriander verfeinert – sowie mit einer reichlichen Prise Chili (Shenga Masala zu 4,50 Euro). Um das auf der Zunge entfachte Feuer zu löschen, braucht es mehr als einen Schluck des fruchtig-süßlichen Mango Lassi (3,50 Euro). „Alternativ halten wir auch eine salzige Variante bereit, die aber meist nur von meinen Landsleuten bestellt wird“, sagt Gowda.

Der Ausflug in die indische Küche geht mit Dal Fry weiter: Dieses Hauptgericht kommt in einem Kupfergefäß auf den Tisch, besteht aus sämig gekochten gelben Linsen samt Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten und ist mild abgeschmeckt (9,50 Euro). Als obligatorischer Begleiter fungiert Basmatireis, der durch Nelken und Kardamom zusätzliche Aromen erhält. Und was ist mit Fleisch? Das gibt es unter anderem bei Chicken Tikka Masala: Die Hähnchenstücke wurden in Joghurt mariniert und im Tandoori gegart, bevor sie in einer Tomatensoße landen, die sich als wahre Gewürzbombe entpuppt. „Das Geheimnis liegt in der sehr schonenden Zubereitung“, weiß Gowda. „Nur so können sich die Aromen voll entfalten.“

Mit 13,50 Euro gehört das Chicken Tikka Masala zu den teuersten Gerichten auf der Speisekarte. Für Frankfurt sind die Preise also sehr moderat kalkuliert. Noch günstiger fällt der Mittagstisch aus. „Je nach Zutaten kosten die Gerichte 6 bis 8 Euro“, so die Restaurantmanagerin. Darauf eine Flasche Kingfisher Beer (0,33 Liter zu 3 Euro) – übrigens die meistgekaufte Biermarke Indiens.

Panchavati

Nordend, Eckenheimer Landstraße 103, Tel. 069 76064272, www.panchavati.de, Mo–So 11.30–14.30 + 17.30–22.30 Uhr, Sitzplätze: 50 innen/30 außen, Küche: indisch

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