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Sucht nach einer neuen Bleibe: die Berta-Jourdan-Schule in der Adlerflychtstraße

Schulentwicklung

Nordend: Standortsuche geht weiter

  • vonNiklas Mag
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Zukunft der Berta-Jourdan-Schule ungewiss.

Frankfurt – Frankfurts Berufsschulen werden voller und voller. Die Stadt rechnet mit 3000 zusätzlichen Berufsschülern in den kommenden Jahren. Aus diesem Grund hat sie vor etwa einem Jahr einen Schulentwicklungsplan angekündigt. Teil des Konzepts ist es, dass die Beruflichen Schulen Berta Jourdan (BSBJ) aus dem Nordend in ein neues Gebäude ziehen können. Einen Zeitplan dafür gibt es derzeit aber noch nicht, denn die Stadt sucht weiter nach einem neuen Standort: "Es gibt noch kein neues Grundstück für die Schule. Ein Interessenbekundungsverfahren befindet sich aber in Vorbereitung", sagt Günter Murr, Sprecher des Baudezernenten Jan Schneider. Damit wolle das Amt für Bau- und Immobilien (ABI) private Grundbesitzer finden, die der Stadt für den Schulneubau ihr Land verkaufen könnten. "Je nachdem, was für ein Grundstück da gefunden wird, hängt es auch davon ab, ob die Berta-Jourdan-Schule einen Neubau erhält oder in ein bestehendes Gebäude einzieht", so Murr. Denn fest steht, dass sich die Berufsschule im Nordend nicht weiter ausdehnen kann, aber deutlich mehr Platzbedarf besteht.

Laut dem von der Stadt im vergangenen Jahr vorgestellten Schulentwicklungsplan werde das jetzige Hauptgebäude der Jourdan-Schule nach deren Auszug als Erweiterung für die Wilhelm-Merton-Schule genutzt werden können. "Das ist auch nach wie vor der Stand", sagt Murr.

Turnhalle für Vereine öffnen

Was die Turnhalle der Berta-Jourdan-Schule angehe, habe eine schulische Weiternutzung Vorrang. Unter gegebenen Umständen könnte die Halle aber auch Platz für Vereine und andere Sportangebote bieten. Mehr gebe es zum Umzug der Berufsschule derzeit aber noch nicht zu sagen, so Murr.

Im September nahm der Magistrat der Stadt Stellung zu einer Anfrage des Ortsbeirats 3. Das Gremium hatte mittels eines gemeinsamen Antrags aller Fraktionen einen kurzen Fragenkatalog verabschiedet, um genauere Informationen über die Zukunft der BSBJ zu erhalten. In der Stellungnahme des Magistrats heißt es, dass es für die Außenstellen der Berta-Jourdan-Schule in der Lenaustraße 64 bis 68 keine weiteren Planungen gäbe. Jedoch sollen die Gebäude als Schulstandort erhalten bleiben. Die Bedarfe der umliegenden Schulen werde man prüfen, sobald ein zeitlicher Rahmen für den Auszug der BSBJ zu sehen sei und dann eine weitere Verwendung festlegen.

Die Jourdan-Schule lehrt mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, Sozialwesen, Heilerziehungspflege sowie Ernährung und Gastronomie. Der Schulentwicklungsplan sieht in Zukunft zudem eine stärkere Zusammenarbeit der BSBJ, der Julius-Leber-Schule und der Klingerschule vor. Damit könnte letztere ihr Angebot um den Schwerpunkt Erziehungswissenschaften erweitern.

Auch die beruflichen Schulen, die Medienberufe und die Fächer Bau- und Umwelttechnik lehren sollen künftig kooperieren. Geplant ist weiterhin der Ausbau sozialpädagogischer Förderung für zugewanderte Schüler und die Weiterentwicklung berufssprachlicher Angebote. Niklas Mag

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