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Der Übergriff auf den Notarzt und die Polizisten ereignete sich in der Niddastraße.

In der Niddastraße

Notarzt und Polizisten bei Wiederbelebung im Bahnhofsviertel angegriffen

Notarzt und Polizisten sind vor einem Druckraum im Bahnhofsviertel in Frankfurt angegriffen worden, als sie Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen wollten. 

  • Notarzt bei Reanimation angegriffen
  • Polizisten stellen 23-Jährigen Angreifer
  • Ein Beamter verletzt

Frankfurt - Ein Notarzt und mehrere Polizisten sind am Sonntag (15.03.2020) im Frankfurter Bahnhofsviertel angegriffen worden, während der Mediziner Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen wollte. Ein Polizist wurde bei dem Angriff verletzt.

Polizist bei Angriff im Frankfurter Bahnhofsviertel verletzt

Vor dem Druckraum in der Niddastraße im Frankfurter Bahnhofsviertel wurde am Sonntagmittag gegen 12.15 Uhr ein Notfall gemeldet. Eine Person musste wiederbelebt werden. Der eintreffende Notarzt wurde jedoch bei den Reanimationsversuchen aus ungeklärter Ursache von einem 23-Jährigen angegriffen.

Anwesende Polizisten versuchten, den Mann an seinen Angriffen zu hindern und erteilten einen Platzverweis. Als der 23-Jährige diesem nicht nachkam, wollten die Beamten ihn wegleiten. Dabei schlug und trat der Mann um sich.

Ein Polizist wurde bei der Auseinandersetzung verletzt und musste in einem Krankenhaus untersucht werden. Dem 23-Jährigen wurde Blut abgenommen, danach wurde der Mann in eine Gewahrsamszelle gebracht. Das Ergebnis der Blutuntersuchung liegt noch nicht vor.

Kriminalität in Frankfurt insgesamt rückläufig

Trotz solcher Vorfälle ist die Kriminalität in Frankfurt rückläufig. Bei der Straßenkriminalität konnte die Polizei einen Rückgang verzeichnen. Dort sanken die Fallzahlen in den letzten fünf Jahren um rund 25 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2019 15.829 Delikte registriert – ein Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zu 2018.

Das Frankfurter Bahnhofsviertel war lange ein Schwerpunkt der Kriminalität. Mit Einrichtung der Druckräume und sozialer Einrichtungen konnte die Lage seit den 1980er und 1990er Jahren aber erheblich entschärft werden. Zwar gibt es noch immer Drogenkonsum und -handel im Bahnhofsviertel. Aber 2019 gingen die Fallzahlen auf 9.600 Vorfälle zurück. Mit der Aufklärungsquote von 69,1 Prozent ist die Polizei Frankfurt nach eigenen Angaben zufrieden, wenn die Zahlen auch noch besser ausfallen könnten.

In Frankfurt hat es nach einer Corona-Kontrolle einen heftigen Angriff auf die Polizei gegeben. Etwa 20 Menschen attackierten die Polizei.

Heute zieht das Frankfurter Bahnhofsviertel mit Restaurants und Clubs auch ein gänzlich anderes Publikum an, als es früher der Fall war. Neben großen Ketten finden sich auch ausgefallenere Imbisse in den Straßen rund um den Hauptbahnhof. Ein Trend, der sich womöglich in der nächsten Zeit fortsetzen wird.

Auch im Gutleutviertel in Frankfurt wurden kürzlich Polizisten angegriffen: Bei einer Personenkontrolle ging ein Mann auf die Beamten los.

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Auch in Frankfurt-Ginnheim wurde eine Polizistin bei einem Einsatz angegriffen: Als ihre Streife an einem Einsatzort ankommt, wird sie mit einer Feuerwerksrakete beschossen.

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