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OB-Wahl in Frankfurt: Grüne setzen bei Feldmann-Nachfolge auf Manuela Rottmann

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Von: Georg Leppert

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Die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann soll für die Grünen in Frankfurt bei der Wahl zum Stadtoberhaupt am 5. März antreten. Die Personalie ist umstritten.

Frankfurt - Am Dienstag (15. November) um 12 Uhr wurde das Geheimnis, das zumindest kein großes mehr war, dann gelüftet. Die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann, die zudem Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium ist, soll bei der Frankfurter OB-Wahl am 5. März für die Grünen antreten. Das schlägt zumindest die siebenköpfige, von der Basis eingesetzte Findungskommission vor, die in den vergangenen Wochen mit sechs Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen hatte.

Die Entscheidung über die Personalie soll aber erst beim Parteitag der Frankfurter Grünen am Samstag (19. November) im Bürgerhaus Griesheim fallen. Dann sollen die Mitglieder Rottmanns Kandidatur bestätigen, so der Wunsch der Findungskommission.

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Kontroverse Diskussionen sind dabei durchaus zu erwarten. Denn Rottmann war zuletzt vor zehn Jahren politisch aktiv in Frankfurt. Von 2006 bis 2012 war sie Dezernentin für Umwelt und Gesundheit. Dass sie den Job gut machte, ist unstrittig. Doch ihr Bundestagsmandat erlangte die 50-Jährige in ihrer fränkischen Heimat, und bei der Basis der Grünen gibt es die Forderung, dass eine Kandidatin oder ein Kandidat aus Frankfurt antreten sollte. Dafür kämen Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner oder die Bürgermeisterin und kommissarische Oberbürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg in Frage.

Manuela Rottman ist eine der möglichen grünen Kandidat:innen für den OB-Posten.
Manuela Rottmann soll für die Grünen antreten. © Jörg Carstensen/dpa

Gegen Rottmanns Kandidatur hatte sich etwa Heike Strobel, Sprecherin der Grünen im Nordend ausgesprochen. Viele Menschen engagierten sich für die Grünen, aber wenn es um den wichtigsten Posten gehe, „dann sollen sie nicht zum Zuge kommen?“, sagte sie in der FR.

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Hilime Arslaner forderte, dass sie Findungskommission zumindest zwei Vorschläge machen soll, damit die Basis eine Wahl habe. Doch dazu wird es nicht kommen, die Kommission hat sich auf Rottmann festgelegt.

Das muss - rein theoretisch - niemanden mit Parteibuch der Grünen davon abhalten, bei der Mitgliederversammlung gegen Rottmann zu kandidieren. Aussichtsreich wäre eine solche Bewerbung aber nicht. (Georg Leppert)

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